Unfall in Ottobrunn

3000 Haushalte ohne einen Tropfen Wasser

Ottobrunn - 3000 Haushalte in Ottobrunn waren am Dienstag ab 14 Uhr bis in die Abendstunden von der Wasserversorgung abgeschnitten. Weil bei Bauarbeiten in der Finkenstraße eine große Leitung aufgerissen worden war.

In ganz Ottobrunn-Süd kam am Dienstag ab 14 Uhr kein Tröpfchen mehr aus den Wasserhähnen. Betroffen waren 3000 Haushalte, schätzt Eduard Klas, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn. Das gesamte Gebiet südlich der Finkenstraße und westlich der Rosenheimer Landstraße war von der Versorgung abgeschnitten. Das heißt auch die Hochhaussiedlungen. Robert-Koch-Straße, Röntgenstraße, die Siedlung „An der Ottosäule“, der Albertus-Magnus-Weg.

Bei Bauarbeiten in der Finkenstraße war eine Wasserversorgungsleitung mit 20 Zentimeter Durchmesser leck geschlagen, erklärt Eduard Klas. Der Wasseraustritt war massiv. Die Feuerwehr Ottobrunn, mit 25 Kräften im Einsatz, musste das Wasser zunächst aus der Baugrube abpumpen. Das Leck konnte lange nicht geschlossen werden. Mit Schiebern wurde die undichte Leitung komplett vom Netz genommen.

Um die Menschen mit Wasser zu versorgen, zog die Feuerwehr an einem Hydranten an der Virchow-/Ecke Finkenstraße eine Notversorgung auf. Dort zapfte die Feuerwehr den Betroffenen Wasser. In Supermärkten wie dem Bonus-Markt waren die Wasservorräte schnell ausverkauft, berichtet eine Anwohnerin. Über Radiodurchsagen versuchte die Gemeinde, ihre Bürger zu informieren. Im Rathaus und im Feuerwehrhaus waren Bürgertelefone eingerichtet.

Hauptfeuerwehrmann Michael Schauer stand ab 17 Uhr an der Notwasserstelle in der Finkenstraße/Eck Virchowstraße, um den vom Wasserausfall betroffenen Anwohnern Trinkwasser zu geben. Innerhalb einer Stunde kamen rund 40 Bürger, die je etwa zehn Liter Wasser brauchten. Die Leute kamen sowohl mit Gießkannen als auch mit Trinkflaschen und Putz- sowie Maler-Eimern zur Notwasserstelle.

Vor der Kurzzeitpflege der Diakonie in der Siedlung An der Ottosäule stellte die Feuerwehr einen mobilen Wassertank auf, von Löschfahrzeugen befüllt. So konnte das Pflegepersonal die Patienten wenigstens waschen.

Gegen 18.30 Uhr war die Trinkwasserversorung wieder hergestellt. Dass eine Trinkwasserleitung komplett abgerissen wird, habe er in zehn Jahren Feuerwehrdienst noch nicht erlebt, sagt Michael Schauer.

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