Unfallflucht vor den Augen der Polizei

- Kirchheim - Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der A 99 ringt eine 31-jährige Frau mit dem Tod. Mit ihrem Arbeitskollegen war die Ulmerin am Samstagabend gegen 20.30 Uhr auf der Autobahn Richtung Nürnberg unterwegs. Kurz vor der Ausfahrt Kirchheim scherte ein Wagen vor ihr aus, die Frau musste ausweichen und geriet mit ihrem Golf ins Schleudern. Zweimal überschlug sich der Wagen, die 31-Jährige wurde aus dem Auto geschleudert und blieb auf der Fahrbahn liegen.<BR>

<P>"Sie war wohl nicht angeschnallt", vermutet ein Polizeisprecher. Obwohl ein Polizeihubschrauber sie schnell in die Schwabinger Klinik brachte, wird die Frau womöglich nicht überleben. Ihre Kopfverletzungen sind so schwer, dass die Ärzte "mit dem Ableben der jungen Frau rechnen", wie es im Polizeibericht heißt. Ihr 43-jähriger Beifahrer erlitt ebenfalls schwere Verletzungen, befindet sich jedoch nicht in Lebensgefahr. Der Unfallverursacher, der zunächst weitergefahren war, wurde später verhaftet.<P>Beinahe wäre die Polizei selbst in das Unglück verwickelt worden. Zum Unfallzeitpunkt fuhr ein Streifenwagen hinter dem Golf der Ulmerin her. Und fast hätten die Beamten die herausgeschleuderte Frau überfahren. Gerade noch rechtzeitig konnten sie bremsen und die Schwerverletze von der Straße ziehen. Die Fahndung nach dem Unfallverursacher wurde sofort eingeleitet, wenig später war er gefunden und festgenommen.<P>Unfallverursacher (52) in Untersuchungshaft <P>Der 52-Jährige, der im Landkreis München lebt, hatte mit seinem Jeep ohne nach hinten zu sehen die Fahrbahn gewechselt und so die Frau zum Ausweichen gezwungen. Der Polizei sagte der Mann später, dass er von dem Unfall nichts mitbekommen habe. Weil er bald ins Ausland ziehen möchte, befindet er sich derzeit in Untersuchungshaft.<P>Während der Rettungs- und Aufräumarbeiten waren zwei Streifen der Autobahn gesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr Feldkirchen war mit 27 Mann und First Responder am Unfallort. Die beiden Hunde der Frau, die den Unfall leicht verletzt überstanden, übergaben die Feuerwehrleute an die Münchner Tierrettung.dak<P></P>

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