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Ein neues Ortsschild wäre mit dem Titel "Bad" möglich.

Gutachten der TU München bescheinigt Thermalwasser mit heilender Wirkung

Von der Uni-Stadt zum Kurort?

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Garching - Vor fast 20 Jahren mussten die Ortsschilder von Garching schon einmal ausgetauscht werden. Der Grund: Im Oktober 1997 hatte das bayerische Innenministerium der Kommune genehmigt, sich offiziell als „Universitätsstadt“ zu bezeichnen – und diesen schmucken Titel sollten alle Besucher sogleich am Ortseingang erfahren. Ob nun abermals ein Schilderwechsel nötig ist?

 Schließlich könnte die Stadt zum Kurort Bad Garching werden. Theoretisch bestehe die Chance auf diesen Titel, sagte Rathauschef Dietmar Gruchmann (SPD) im Stadtrat. Demnach habe ein medizinisch-balneologisches Gutachten der Technischen Universität München ergeben, dass das Thermalwasser unterhalb von Garching aufgrund seines Sulfidschwefel- und seines Fluoridgehalts in die Kategorie „natürliches Heilwasser“ falle. Das Gutachten geht zurück auf einen Antrag der „Agenda 21“ bei der Bürgerversammlung im Jahr 2014. Demnach sei das Wasser „aufgrund der therapeutischen Wirkungen von Temperatur und Schwefel sehr gut zur Badekur geeignet“, heißt es in der Vorlage zur Stadtratssitzung. Allerdings müsse diese Behandlung in Form von Wannenbädern und in gut durchlüfteten Räumen erfolgen.

Und es gibt noch weitere Einschränkungen: Eine Trinkkur mit dem Schwefel-Wasser komme nicht infrage, stellte Gruchmann klar. Auch sollten die Patienten sich bei Dampfbädern nicht länger als zehn Minuten in dem Wasser aufhalten. Und Schwimmen oder Wassergymnastik schließt das Gutachten komplett aus. Doch sollte das Wasser vor den Anwendungen behandelt werden, dann bestehe tatsächlich die Möglichkeit, dass Garching zu Bad Garching werde, so Gruchmann. Derartige Pläne verfolge die Stadt aber zurzeit nicht. Und so werden die bisherigen Ortsschilder wohl noch ein paar Jahre ihren Dienst tun.

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