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"Unmoralisches Angebot"

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- Grasbrunns Bürgermeister Otto Bußjäger hat die Informationsveranstaltung zur "Europäischen Stadt" in Keferloh (siehe Bericht links) als Zuhörer verfolgt.

Herr Bußjäger, wie stehen Sie zu dem Vorschlag von Alfons Doblinger, dass Keferloh in Haar eingemeindet wird und er der Gemeinde Grasbrunn dafür ein paar Millionen Euro Ablöse zahlt?

Bußjäger: Solche Vorschläge gab es in der Vergangenheit mehrfach, zuletzt hat Herr Doblinger zehn Millionen Euro geboten. Ich halte das für ein unmoralisches Angebot. Das lehne ich ganz entschieden ab. Wir werden keinen Quadratmeter unseres Hoheitsgebietes abgeben und alles tun, damit Grasbrunn mit all seinen Ortsteilen als moderne Gemeinde im Grünen erhalten bleibt. Aufgrund der Siedlungsentwicklung unserer Nachbarn, wollen wir das Zepter des Handelns für Keferloh nicht aus der Hand geben.

Wie fanden Sie die Infoveranstaltung?

Bußjäger: Ich begrüße grundsätzlich eine frühe Form der Bürgerbeteiligung. Die Atmosphäre war bei der Veranstaltung sachlich. Die Bürger waren kritisch, aber auch interessiert. Aufgrund der allgemein gehaltenen Informationen konnte man sich noch kein klares Bild machen. Auch die Gemeinde hat bisher nicht mehr Informationen. Ich selbst sehe eine Bebauung in Keferloh sehr kritisch.

Wie geht es nun weiter?

Bußjäger: Wenn die Bürger sich so informiert fühlen, dass er sich ein klares Bild über die Zukunft der Gemeinde machen können, dann wäre ein Bürgerentscheid zur Bebauung Keferloh für mich der richtige Weg.

Das Gespräch führte

Florian Staudt

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