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Klaus Läßing, Altbürgermeister von Unterföhring, weiß, wo die ruhigen und naturnahen Plätze rund um das sogenannte Mediendorf zu finden sind.

Durch Feld und Flur gleich vor der Haustür

Wenn die Ostereier versteckt, gesucht und gefunden sind: Was nun, wohin an den Osterfeiertagen? Wir haben Klaus Läßing, den Altbürgermeister von Unterföhring, um seinen persönlichen Tipp für einen Osterspaziergang in der Region gebeten.

Unterföhring– Klaus Läßing, Altbürgermeister von Unterföhring, ist ein ausgewiesener Wanderführer. Im Seniorenzentrum Feringahaus hat der 82-Jährige 15 Jahre lang Naturfreunde in die Berge geführt. Der gebürtige Hamburger kennt verlockende Touren in den Voralpen, aber auch Spaziergang vor der eigenen Haustür. Sein Vorschlag beginnt in Unterföhring undführt durch Feld und Flur. Der Osterspaziergang ist etwa acht Kilometer lang, auf Feld- und Radwegen, Gehzeit zwei Stunden.

Ausgangspunkt ist der S-Bahnhof Unterföhring. Beginn ist der Fuß- und Radweg „Tunnelweg“, die S-Bahn verläuft hier unterirdisch. Steinplatten informieren am Wegesrand über die Unterföhringer Ortsgeschichte. 1,5 Kilometer gehen die Osterspaziergänger auf dem Tunnelweg in Richtung Norden und biegen dann nach rechts in Richtung Osten auf die Aschheimer Straße ein. Es lohnt sich, den naturnahen Park, auf den man hier stößt, aufzusuchen und dort zu verweilen. Vom höchsten Punkt bietet sich eine schöne Fernsicht nach Südosten bis zum Alpenpanorama mit Wendelstein und Kampenwand.

Ein natürliches Kleinod ist der Gleißachgraben, an dem die Route entlang führt.

Die Aschheimer Straße führt zur öffentlich zugänglichen Dauerkleingartenanlage mit 120 Gärten. Diese liebevoll gepflegte Anlage ist sehr sehenswert, ein wahres Gartenparadies, das auf dem mittleren Weg bis zum Westufer des Feringasees für jedermann begehbar ist. Nun kann der Feringasee entweder ganz umrundet werden mit einer Einkehrmöglichkeit am Ostufer, oder man nimmt die kürzere Variante am Westufer entlang. Die Wanderer überqueren den asphaltierten Unteren Aschheimer Weg, gehen den Feldweg am Gleißachgraben weiter Richtung Süden und in Richtung der Kreisstraße M 3. Besonders der Abschnitt ab dem Oberen Aschheim Weg ist ein biologisches Kleinod, weil die Gleißach hier fast ganzjährig Wasser führt und auf mehreren hundert Metern vor Jahren durch die Gemeinde renaturiert und ein breiter Uferstreifen mit Bäumen und Büschen bepflanzt wurde.

Der letzte vor der M 3 nach rechts abbiegende Feldweg endet am Etzweg bei einem landwirtschaftlichen Anwesen, wo die Spaziergänger die im vergangenen Jahr fertiggestellte Ortsrandeingrünung erreichen. Dieser landschaftlich vielseitige Park mit Spazierwegen, Fitnessgeräten und Rastplätzen lädt zum Verweilen ein. Von einem Aussichtshügel kann man den Blick über die weite freie Flur noch einmal nach Süden schweifen lassen. Der Heinrich-Hildebrand-Weg, ein Fuß- und Radweg, verläuft direkt zurück zum S-Bahnhof Unterföhring.  mm

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