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Sie wissen, was sie tun und sie tun es genial: Stefanie Schlesinger und Wolfgang Lackerschmid verwandeln die Bahnhofshalle in Unterföhring in einen Jazzschuppen der besonderen Art.

Konzert am S-Bahnhof

Nächster Halt Jazz

Unterföhring - Jazz muss nicht immer die klassische Band sein mit dem Saxophonsolo als Höhepunkt eines Sounds, der sich als Ohrwurm 24 Stunden lang in den Köpfen vergräbt. Stefanie Schlesinger und Wolfgang Lackerschmid zeigten beim Jazz am S-Bahnhof Unterföhring mit ihrem Kontrastprogramm „Vocals and Vibes“, dass es auch anders geht.

An einem kühleren Vormittag in der Bahnhofshalle sorgte die Musik für die Wärme im Herzen der gut 100 begeisterten Besucher. Das Duo aus dem Raum Augsburg besteht aus zwei Vollblutmusikern mit reichlich Gegensätzen. Auf der einen Seite ist Stefanie Schlesinger, die eine klassische Gesangsausbildung absolviert hat und mit ihrer Stimme die Menschen in den Bann zieht. Ihr kongenialer Partner ist Wolfgang Lackerschmid, der als Ein-Mann-Orchester jede Band ersetzt. Er begleitet seine Sängerin am Vibraphon. Es ist faszinierend, dem Künstler bei der Arbeit mit jeweils zwei Schlägeln in den beiden Händen zuzusehen. „Ich liebe das Zusammenspiel sehr, denn es ist wahnsinnig frei“, sagt Stefanie Schlesinger über ihr Ein-Mann-Orchester an der rechten Seite. 

Im Fall der Unterföhringer Lokalität kamen zu den musikalischen Überraschungen noch die Herausforderungen, die Durchsagen der um zehn Minuten verspäteten Flughafen-S-Bahn zu übersingen. Diese Momente lächelt Stefanie Schlesinger locker weg. Das Konzert brachte für die Besucher auch Dinge, mit denen sie nicht gerechnet haben. So trug das Duo die Arie „Non so piu cosa, son cosa faccio“ aus der Hochzeit des Figaro vor und interpretierte die bekannte Musik als klassischen brasilianischen Samba. „Ich weiß nicht, was ich bin, was ich tue“, heißt der Titel auf Deutsch. Und da war dann wieder der Kontrast zu einem klassischen Jazz-Konzert. Die beiden Musiker wussten ziemlich genau, was sie tun und sie taten es genial.

Nico Bauer

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