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Die Campus-Bühne der Allianz: Lydia Pointvogl eröffnet die Kleinkunstbühne.

Nach Dienstschluss ins Theater

Allianz eröffnet eine eigene Kleinkunstbühne

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Die Allianz-Deutschland hat auf ihrem Campus in Unterföhring eine Kleinkunstbühne eröffnet. Direkt nach Dienstschluss besuchen Mitarbeiter des Versicherungskonzerns hier Theatervorstellungen, Lesungen und Konzerte. Auch Kollegen geben ihr Können zum Besten. Zutritt haben aber nur „Allianzer“.

Unterföhring– In Unterföhring ist mit 8000 Mitarbeitern der größte Allianz-Standort weltweit entstanden, ein Dorf im Dorf mit Restaurants, Kiosk, einem Schuster, einer Wäscherei, einem Fitnessraum – und jetzt auch einem eigenen Theater. Mitarbeiter des Versicherungskonzerns nehmen nach Dienstschluss immer öfter ein kulturelles Angebot wahr, bevor sie ihren Heimweg antreten. Ein kleiner Schwenk auf dem weitläufigen Campus und sie sitzen vor der Kleinkunstbühne in einem hundert Quadratmeter großen Raum, der im Oktober als „Campus-Bühne“ eröffnet wurde.

„Kein Anfahrtsstress“

Am frühen Abend, schon ab 18 Uhr, genießen hier kulturinteressierte Mitarbeiter Kabarett, Musik und Vorträge. Pro Jahr sollen etwa 45 Vorstellungen stattfinden. „Die Kleinkunstbühne soll Menschen zusammenbringen und neben der reinen Unterhaltung auch kreative Aktivitäten fördern“, sagt Lydia Pointvogl, sie ist die Initiatorin der Bühne, „darüber hinaus ist es auch praktisch, wenn man Kunst ohne Anfahrtsstress genießen kann“.

Dank des eigenen Kulturprogramms müssten die Mitarbeiter „nicht in die Stadt fahren“, sagt Allianz-Pressesprecherin Denise Cordes. – Dabei gibt es rund 400 Meter entfernt auch das Bürgerhaus Unterföhring, wo ja eigentlich – in nächster Nähe – ein hochkarätiges Programm geboten wird.

Wir-Gefühl der Mitarbeiter

Der Allianz aber geht es vor allem um die Attraktivität als Arbeitgeber: „Um den Standort für unsere Mitarbeiter attraktiv zu halten und das Wir-Gefühl am Campus zu stärken, bietet die Allianz eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten an“, sagt Cordes und zählt verschiedene Sportmöglichkeiten und ehrenamtliche Initiativen auf, ebenso wie die neu errichtete Almhütte auf dem Campus-Gelände (wir berichteten).

Als Hauptverantwortliche stellt Lydia Pointvogl das Kulturprogramm auf der Campus-Bühne für ihre Allianz-Kollegen zusammen. Kabarettist Stefan Kröll hat im Oktober als Erster vor rund 80 Zuschauern gespielt, und soll wiederkommen. Der Akkordeonist Ivan Hajek hat mit leidenschaftlichem Spiel das Publikum in Bann gezogen. Eine philosophische Reihe mit Walther Ziegler wird fortgesetzt, und es gab ein Jazzkonzert, weitere Kabarettabende und eine Tanzparty.

Die Karten werden ausschließlich an Allianz-Mitarbeiter verkauft. „Die Eintrittspreise sind etwas günstiger als auf dem freien Markt“, sagt Cordes, „manche Künstler treten umsonst oder nur für eine sehr kleine Gage auf. Somit arbeitet die Bühne weitgehend kostendeckend.“

Worauf die Allianz sehr stolz ist: Auch Mitarbeiter geben ihr Können zum Besten, zum Beispiel der Allianz-Chor oder die Improtheater-Gruppe. Während der Entstehung der Campus-Bühne haben einige „Allianzer“ eine eigene Theatergruppe gegründet. Das Ensemble wird im Herbst sein zweites Stück zeigen.

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