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Der Künstler Zuheir Darwish mit seiner Frau Susanne Greiner und seinen Kindern Jana, Makia und Yussaf.

Ausstellung im Bürgerhaus: Mit Kunst gegen den Schmerz

Unterföhring - Der Künstler Zuheir Darwish legt gemeinsam mit seiner Frau Susanne Greiner und seinen Kindern Jana, Makia und Yussaf, die Fahne des Vereins „Baum der Hoffnung“ über sein aus Stacheldraht bestehendes Kunstwerk „Tränen des Baumes“.

 In einem symbolischen Akt überdeckt der Künstler während der Vernissage seiner Ausstellung den Schmerz und die Trauer seines Lebensweges mit Hoffnung und Zuversicht. Die teils großformatigen, farbigen und variantenreiche Werke im Foyer des Unterföhringer Bürgerhauses spiegeln die Heimatlosigkeit des aus Syrien stammenden Kurden wieder, wie auch Angst und Verzweiflung, Trauer und Tod. Aber auch immer wieder das Leitmotiv von Darwish, der Baum als Symbol des Lebens: „Er gibt den Menschen alles und nimmt nichts.“ In zahlreiche Werken taucht zudem das Motiv einer Mutter mit Kind auf, deren Blick Liebe und Fürsorge ausstrahlt. „Mich beeindruckt vor allem die unglaubliche Energie des Künstlers Zuheir Darwish“, sagt Florian Nagel vom Kulturamt Unterföhring, „und, dass er trotz seines schweren Weges so viel Energie aus der Kunst schöpft und Gutes schafft.“ Die Bilder stehen zum Verkauf. Der Erlös fließt in den von Darwish 2015 gegründeten Flüchtlingshilfeverein „Baum der Hoffnung“. Dass der Künstler Wert darauf legt, die beiden Kulturen zu verbinden, die sein Leben bestimmen, zeigt sich auch in der musikalischen Untermalung der Vernissage. Musiker der Musikschule Unterföhring spielten zur Eröffnung ein kurdisches Volkslied und eine bayerische Polka. Die Ausstellung im Foyer des Bürgerhauses ist bis 13. August zu sehen.

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