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Das Café UHU an der Hofäckerallee eröffnet ab 16. Oktober – mit der Nachbarschaftshilfe als neuem Betreiber. 

AWO enttäuscht

Betreiberwechsel im Café UHU

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Die AWO muss raus aus dem Café UHU in Unterföhring. Den Vertrag hat die Gemeinde nicht verlängert und setzt nun auf neue Partner.

Unterföhring – Das AWO-Café UHU in Unterföhring hat am Sonntag, 3. September, zum letzten Mal geöffnet. Danach wird die Nachbarschaftshilfe (NBH) ab 16. Oktober das Café an der Hofäckerallee 10 betreiben. Der Gemeinderat hatte bereits im Juli in nicht-öffentlicher Sitzung beschlossen, den nach zwei Jahren auslaufenden Vertrag mit der AWO nicht weiter zu verlängern. „Wir haben diese Klausel im Vertrag und haben die Option jetzt gezogen“, sagt Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU), und fügt hinzu: „Nicht, weil die AWO schlecht war, sondern weil ein anderer guter Bewerber da ist.“

Wechsel erst jetzt bekannt gegeben

Allerdings wird der Betreiberwechsel erst jetzt durch eine Presseerklärung der AWO und heute im neuen Gemeindeblatt offiziell bekannt gegeben. Zwischenzeitlich brodelte die Gerüchteküche in Unterföhring, weil unklar war, wie es mit dem Café weitergehen würde. Und auch die siebenwöchige Sommerpause sorgt für Ärger: Einerseits, weil gerade jetzt die Sonnenterrasse zum Besuch einladen würde, andererseits weil der Gemeinderat im Vertrag eigentlich keine Sommerpause vorgesehen hatte.

Die AWO hofft, dass sie bei der nächsten Ausschreibung eine neue Chance bekommt: „Wir haben den Betrieb gerne geführt“, erklärt der AWO-Kreisvorsitzende Michael Germayer in der Pressemitteilung. Besonders schwer falle der Abschied Daniel Vajda, der das Café vom ersten Tag an geleitet hat. „Wir verabschieden uns ungern von unseren Stammkunden, die uns ans Herz gewachsen sind“, sagt Vajda.

Seit Dezember 2015 hatte der AWO-Kreisverband den „Treffpunkt unter Hundert“ (UHU) geführt. Dabei erhielt die AWO jährlich einen Zuschuss über 189 000 Euro von der Gemeinde, der das 2009 erstmals eröffnete Café in der Seniorenwohnanlage gehört. Mit dem Zuschuss und einem Veranstaltungsprogramm der Vereine sollte neuer Schwung in das Café gebracht werden, das zuvor viele Monate leer gestanden hatte.

Kritik: Im Café ist zu wenig los

Das Konzept, das im „Treff.UHU“ umgesetzt wurde, hatte der Seniorenbeirat erarbeitet: Vereine und soziale Einrichtungen boten vielfältige Aktivitäten an, unter anderem Spiele-, Literatur und Musik-Nachmittage sowie eine Kreativ-Werkstatt. Außerdem wurde gemeinsam gesungen und getanzt.

Kritik war in der Vergangenheit immer wieder aufgekommen, da zu wenig los sei im „Treff.UHU“. Dazu sagt Kemmelmeyer: „Den einen ist zu viel los, den anderen zu wenig. Mir ist es wichtig, dass das Café für die gesamte Bevölkerung offen ist und neben Senioren auch Mütter mit Kindern willkommen sind.“ Er habe großes Vertrauen in die NBH; „Die Nachbarschaftshilfe kennt in Unterföhring viele Senioren und auch viele Jüngere.“ 

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