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Großer Bahnhof an der Baustelle: Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (Mitte) und (v.l.) Dritter Bürgermeister Johann Zehetmaier, Ministerialbeauftragter Richard Rühl, Zweite Bürgermeisterin Betina Mäusel, Landtagsabgeordneter Ernst Weidenbusch, stellvertretender Landrat Otto Bußjäger, stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche, Architekt Manfred Felix, Altbürgermeister Klaus Läßing, Landkreis-Beauftragter für weiterführende Schulen Heinz Durner. Auf dem Schulcampus entstehen  Gymnasium, Grundschule, Hort, Sporthalle und Tiefgarage.

Spatenstich

Unterföhring baut eine Schule der Zukunft

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Mit dem ersten Spatenstich hat die Gemeinde Unterföhring die Bauarbeiten für den Schulcampus begonnen.

Unterföhring Der 149-Millionen-Bau wird das größte und teuerste Projekt, das die Kommune je umgesetzt hat. 97 Millionen sind für das Gymnasium vorgesehen, in dem bis zu 1500 Schüler unterrichtet werden sollen. „Ich war kein begeisterter Schüler“, bekannte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU), das könnten seine Eltern, die sich unter den Zuhörern befanden, bezeugen: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich einmal über eine Schule so freuen würde.“

Rund 120 Gäste begrüßte die Blasmusik mit dem Bayerischen Defiliermarsch, zu dem Ludwig Spaenle als Kultusminister ins Festzelt hätte einziehen sollen. Bis zum Mittag habe man fest mit ihm gerechnet, sagte Kemmelmeyer. Am Nachmittag wurde bekannt, dass er durch Bernd Sibler im Kabinett Söder abgelöst worden war. Im leichten Schneeregen eröffneten die Böllerschützen dann das Bürgerfest eben ohne Minister, aber mit kräftigen Salutschüssen. Stolz blickte der Bürgermeister in seiner Rede, die von einer Gebärdendolmetscherin übersetzt wurde, auf die vergangenen 18 Jahre zurück: „Wir waren hartnäckig, unermüdlich, sogar lästig.“ Immer wieder habe di Gemeinde betont, dass am kinderreichen Unterföhring als Sandort für ein Gymnasium kein Weg vorbeigehe. „Bei jeder Gelegenheit haben wir unseren Anspruch geltend gemacht.“ Auch als der Kreistag am 25. Juni 2012 mit einer Stimme Mehrheit Ismaning den Vorzug gab, hielt Unterföhring an seiner Forderung fest, als nächstes im Nordosten des Landkreises mit einem eigenen Gymnasium an der Reihe zu sein. Drei Jahre später bekam Kemmelmeyer aus dem Finanzministerium die Zusage, für die sich auch der CSU-Landtagsabgeordnete Ernst Weidenbusch eingesetzt hatte.

Annette Ganssmüller-Maluche: München soll beim Schulbau in die Gänge kommen

97 Millionen für ein Gymnasium mit 1500 Schülern sei inzwischen die übliche Größenordnung, sagte die stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD), mit Blick auf die 1500 Schüler sagte sie: „Ich gehöre zu denen, die die Schule lieber kleiner gebaut hätten.“ Das Gebäude ermögliche es aber, kleine Einheiten zu bilden: „Das ist eine gute Ausgangsposition zum Lernen und Leben.“ Die Nutzer würden zu zwei Drittel Schüler aus München sein. An die Adresse der Landeshauptstadt richtete sie den Appell: „München sollte in die Gänge kommen.“ Die Stadt habe einen Nachholbedarf beim Schulbau.

Architekt Manfred Felix sagte: „Wir brennen für dieses Projekt.“ In 18 Monaten soll der Campus fertig sein, das sei „ein sportliches Unterfangen für eine so große Schule“. Da kann es nicht schaden, dass Kemmelmeyer als studierter Bauingenieur ankündigte, er werde die Baustelle häufig besuchen, „auch zum Leidwesen der Planer, wenn der Bürgermeister herumschaftelt“.

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