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Der Bebauungsplan für die neue Unterföhringer Orstsmitte.
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Drinnen im Festzelt feiern die Unterförhinger bei Freibier den Baubeginn.
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Draußen heißt es bei Dauerregen, ran an die Spaten: Martin Hirner, Franz Schwarz, Lothar Stetz, Miriam Merz-Hildenbrand, Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, Dietmar Gruchmann, Betina Mäusel und Johann Zehtmair.

Spatenstich für das neue VHS-Musikschul-Haus

Unterföhring baut sich eine neue Ortsmitte

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Gegenüber vom S-Bahnhof entsteht in den nächsten Jahren das neue Zentrum von Unterföhring. Gestern ist mit dem Spatenstich für das VHS-Musikschul-Gebäude zugleich der Startschuss für die modernen Ortsmitte gefallen.

UnterföhringDer Regen prasselt. Die Blaskapelle spielt. Das Festzelt ist gut gefüllt. Bei Freibier und Braten haben die Unterföhringer die Großbaustelle im geografischen Mittelpunkt ihres Ortes eröffnet. „Wir lassen uns vom Wetter das Feiern nicht vermiesen“, sagt Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) gut gelaunt vor rund 150 Gästen, die ins Festzelt gekommen sind.

Im einstigen Straßendorf ist die Ortsentwicklung seit 20 Jahren ein Thema. „Der heutige Tag ist ein Meilenstein für Unterföhring“, sagte Kemmelmeyer. An der Stelle, wo früher die Holzhandelsfirma Bahog und andere kleinere Firmen angesiedelt waren, soll auf einer Fläche von 37 000 Quadratmetern ein lebendiges Zentrum entstehen, ein Ort der Begegnung, in dem auch das neue Rathaus mit mehr Platz angesiedelt wird. Für diesen künstlichen neuen Mittelpunkt habe die Gemeinde „einen Schuss“, sagte der Bürgermeister, „der muss sitzen“. Und die Pläne der Münchner Architekten Hirner und Riehl hätten überzeugt.

Landrat gratuliert den „selbstbewussten“ Unterföhringern

Landrat Christoph Göbel (CSU) gratulierte den Unterföhringern: „Was ihr als Ortsmitte baut, ist die richtige Antwort auf die Entwicklungsgeschichte des Ortes.“ Selbstbewusst würden sie eine Infrastruktur anbieten, die Menschen zusammenführt.

Enge Straßen, weite Plätze und autofrei

„Die Abfolge von engen Straßen und weiten Plätze ist es, was wir an den alten Städten so toll finden“, sagte Architekt Martin Hirner. Diese Idee findet sich in seinem Plan wieder: Plätze, Bänke, Bäume und ein Brunnen werden zum Verweilen einladen, die Unterföhringer, aber auch die Mitarbeiter im Gewerbegebiet auf der anderen Seite des Bahnhofs.

Auf ihrem 22 000 Quadratmeter großen Areal, das die Gemeinde 2010 von der Familie Frey erwerben konnte, entstehen autofreie grüne Achsen über einer Tiefgarage, ein Supermarkt, Läden, Gaststätten, eine Kindertagesstätte und das dreieckige Gebäude, in das schon 2018 VHS und Musikschule einziehen sollen. Dieser 26 Millionen teure Bau wird als erster Teil der neuen Unterföhringer Ortsmitte, kurz „Ufo“ genannt, jetzt begonnen. Dieses Gebäude bekommt eine rötliche Klinkerfassade, die sich innen und außen wiederfindet, in Erinnerung an die Unterföhringer Ziegeleien, an die sich viele der Gäste noch erinnern können.

Zindlerhaus muss abgerissen werden

Was die Freude am Projekt „Ufo“ ein wenig trübt, ist die Tatsache, dass das „Zindlerhaus“ abgerissen wird: „Auf dringendsten Wunsch der Eltern“ habe der Gemeinderat die Kindertagesstätte auf dem Areal belassen, sagte Kemmelmeyer. Manch einen Unterföhringer wird es schmerzlich berühren, dass diese Kita an der Stelle neu errichtet wird, wo heute das ehemalige Bahnwärterhaus ist, das die Gemeinde vor ein paar Jahren erst hergerichtet hat, und in dem zwei Ateliers und eine Caritas-Beratungsstelle untergebracht sind.

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