Jetzt wird eingeräumt: Bibliotheksleiterin Ilse Werner und Stellvertreterin Verena Reber füllen Regale.
+
Jetzt wird eingeräumt: Bibliotheksleiterin Ilse Werner und Stellvertreterin Verena Reber füllen Regale.

Bücherei zieht ins neue Gymnasium ein

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
    schließen

Im neuen Gymnasium richten Ilse Werner und ihr Team eine Zweigstelle der Unterföhringer Gemeindebücherei ein. Sie freuen sich auf die Schüler und die Aufgabe.

Unterföhring – Sie werden auf Wägelchen über das Eichenparkett hereingerollt. 640 Titel haben Ilse Werner und ihre Mitarbeiter in der Unterföhringer Gemeindebibliothek in den vergangenen Wochen ausgewählt. Heute bekommt jedes Buch einen Platz auf einem der weißen Regale in der Mitte des Raums.

Jugendromane wie „Gregs Tagebuch“, die „Fünf Freunde“ und „Lotta-Leben“ reihen sich an Sachbücher zum Lernen und Spielen, Comics oder illustrierte Romane. „Unsere Zielgruppe sind zunächst die fünften, sechsten und siebten Klassen“, sagt Diplombibliothekarin Ilse Werner, die im Gymnasium eine Zweigstelle der Gemeindebibliothek einrichtet.

Die ersten Bücher kommen: Mitarbeiter der Gemeindebibliothek bringen die ersten Kisten.

Auf 5000 Medien soll der Bestand anwachsen. Kaum zu glauben, dass so viele Bücher hier Platz finden, – „ein paar werden ja hoffentlich ausgeliehen“, sagt Ilse Werner und lacht. Sie ist zuversichtlich, dass sich der Ort bald mit Schülern und mit Leben füllt und dem Verweilen, Arbeiten und Erleben dienen wird.

Team freut sich auf die Schüler

Mit ansprechenden Büchern, aktuellem Stoff, modernen Trends und anregenden Veranstaltungen will das Büchereiteam den Jugendlichen den Zugang zu vielen Wissenswelten eröffnen. Und man spürt, wie sehr sich die erfahrene Bibliothekarin und ihre Stellvertreterin Verena Reber auf die Aufgabe freuen.

Seit ihrer Eröffnung vor zehn Jahren leitet Ilse Werner die Gemeindebibliothek im Bürgerhaus. Die hat sich zu einem beliebten Treffpunkt und Veranstaltungsort entwickelt, der immer neue Nutzer anzieht. Nur die Jugendlichen hat ihr sechsköpfiges Team in den vergangenen Jahren ein wenig vermisst. „Bisher haben wir sie meistens irgendwann aus den Augen verloren, jetzt hoffen wir, dass wir besser in Kontakt bleiben können“, sagt Ilse Werner.

Schulleiterin sieht viele Chancen in der Zusammenarbeit

Verschiedene Sitzgelegenheiten laden die Besucher, wie hier Schulleiterin Betina Mäusel, zum Verweilen ein.

320 Schüler der fünften bis siebten Jahrgangsstufe besuchen das Gymnasium, und jedes Jahr kommen etwa 120 dazu. Schulleiterin Betina Mäusel sieht in der Kooperation viele Chancen. „Ganze Klassen können im Unterricht herkommen und hier ihre Projekte machen.“ Sie hat auf einer grünen Sitzschlange Platz genommen, die Raumteiler und Kuschelecke in Einem ist. An einer Fensterfront ergänzen PC-Arbeitsplätze die traditionellen Bücherregale. Dass die Schulbibliothek eine Zweigstelle der Gemeindebücherei ist, hat Förderzuschüsse vom Freistaat ermöglicht, aber auch den Vorteil, dass ein und derselbe Ausweis beim Entleihen gilt.

Auch für eines der verschiedenen Module am Nachmittag öffnet die Bibliothek ihre Türen. So können es sich die Jugendlichen beim Schmökern auf einem Sitzsack gemütlich machen, sich unterhalten, ihre Schreibunterlagen auf einem der Tische ausbreiten oder im Internet recherchieren.

Schmökern, anregen und wohlfühlen

In jeder Pause sind die Kinder willkommen. Sie werden nach und nach das gesamte Bibliotheksteam antreffen, das durch einen siebten Mitarbeiter verstärkt wird und sich beim Dienst in der Zweigstelle abwechseln will.

Ein zweistufiges Podest, das mit einem weichen, blauen Stoff bezogenen ist, lädt zum Sitzen und Ausstrecken ein. Und es bietet vielleicht schon bald Autoren eine kleine Bühne, wenn sie sich bei einer Lesung dem jungen Publikum vorstellen und aus ihren Büchern lesen. „Ich hoffe, das Rezept geht auf, und die Schüler fühlen sich wohl“, sagt Betina Mäusel.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare