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Zu Gast bei ProSiebenSat.1: (v.l.) Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, Betina Mäusel, Landrat Christoph Göbel und Hausherr Conrad Albert. 

CSU-Neujahrsempfang bei ProSiebenSat.1

Göbel: Der Landkreis darf nicht verstädtern

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Unterföhring – Die CSU Unterföhring hat nun zum dritten Mal ihren Neujahrsempfang bei einem der großen Unterföhringer Arbeitgeber veranstaltet. Nach der Allianz und Sky Deutschland versammelten sich rund 150 Gäste diesmal bei ProSiebenSat.1 an der Medienallee.

Als Festredner plädierte Landrat Christoph Göbel (CSU) für eine starke öffentliche Hand: „Sicherheit ist unser höchstes Gut. Denn Freiheit ist nicht denkbar ohne Rechtsstaat und Frieden.“ 

„Freiheit heißt, dass ich die Pflicht habe, mich in der Gesellschaft einzubringen.“

Er appellierte an seine Zuhörer: „Veränderung findet einen guten Weg, wenn wir sie gestalten.“ Dabei hofft der Landrat auf jeden einzelnen: „Freiheit heißt, dass ich die Pflicht habe, mich in der Gesellschaft einzubringen.“

CSU-Ortsvorsitzende Betina Mäusel begrüßte ihre Gäste und stellte in einer schwungvollen Rede einige Großprojekte vor, die 2017 auf der Unterföhringer Agenda stehen, darunter das Parkhaus und die Tiefgarage, die die Parksituation für die rund 22 000 Arbeitnehmer verbessern sollen, sowie die Pläne für das Kiesa-Gelände: „Hier entsteht ein neues Areal mit hoher Wohnqualität“.

Betina Mäusel ist stolz auf die Neugründung der Jungen Union

Stolz ist die Zweite Bürgermeisterin auf die Gründung der Jungen Union (JU): „Der politische Nachwuchs ist auch schon da, zumindest bei der CSU.“ Die JU hatte vollständig in den Zuschauerreihen Platz genommen.

Was der Landrat, seine Mitarbeiter, die Kommunen und die vielen ehrenamtlichen Helfer im vergangenen Jahr für die Unterbringung und Integration der Asylsuchenden geleistet hätten, sei „wahnsinnig herausragend“. Betina Mäusel warnte vor Konkurrenzdebatten: „Wir dürfen niemandem etwas wegnehmen, um es anderen zu geben.“ Ihre CSU sieht sie auf einem guten Weg: „Die CSU Unterföhring ist ein ernst zu nehmender Partner, der die Entwicklung in Unterföhring aktiv mitgestaltet. Die Zustimmung zu unserer Arbeit ist sehr gut.“

Landrat sieht „extremen Wachstumskurs des Landkreises“ als Hauptaufgabe

Landrat Göbel erklärte, dass der Landkreis sich auf „extremem Wachstumskurs“ befinde und weiteren Zuzug erfahren werde: „Die Bewältigung des Wachstums ist unsere Hauptaufgabe.“ Wer Wachstum und Zuzug bremsen wolle, würde Rückschritt verursachen, sagte Göbel: „Denn wenn ein Unternehmen auf Erfolgskurs hier keine Mitarbeiter findet, wird es sich einen anderen Standort suchen.“ Schon jetzt würden 37 000 Fachkräfte in der Region gesucht. „Wir werden einen noch größeren Fehlbetrag auslösen, wenn wir nicht handeln.“ Die Herausforderung der Politiker besteht für Göbel darin, nicht nur zu reagieren, sondern angebotsbezogen und visionär tätig zu sein. „Eine massive Verstädterung des Landkreises ist nicht vertretbar.“

Hausherr Conrad Albert, Vorstandsmitglied von ProSiebenSat.1, verkündete eine gute Nachricht: Der Medienkonzern wird in Unterföhring investieren und für seine 5000 Mitarbeiter einen modernen Campus an der Medienallee bauen.

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