Das Heizkraftwerks München-Nord in Betrieb, hier werden Müll und Steinkohle verbrannt, um Fernwärme und Strom zu erzeugen.
+
Das Heizkraftwerk München-Nord steht auf Unterföhringer Grund. Die Stadtwerke München wollen auf ihrem Gelände ein neues Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk errichten. Die Gemeinde will das mit einem Bebauungsplan verhindern.

Unterföhringer Aktionsbündnis wehrt sich gegen GuD

Demo am Heizkraftwerk Nord

Das Aktionsbündnis „Raus aus der Steinkohle in Unterföhring“ lädt am Freitag, 29. Januar, zur Demonstration gegen ein neues GuD-Heizkraftwerk in Unterföhring ein. Treffpunkt ist um 9 Uhr beim Heizkraftwerk Nord in der Ringstraße in Unterföhring.

Unterföhring – Die Unterföhringer demonstrieren gemeinsam mit ihren Münchener Mitstreitern, unter anderem Fridays For Future, die im Anschluss am Marienplatz weiterprotestieren wollen.

Stadtwerke haben Genehmigungsverfahren für GuD eingeleitet

Anlass ist, dass die Stadtwerke München am 15. Dezember offiziell ein Genehmigungsverfahren für ein neues Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk bei der Regierung von Oberbayern eingereicht haben. „Es ist weder für die Strom- noch für die Fernwärmeversorgung in der Stadt München und ihrem Umland erforderlich, und wird von Bürgermeister und Gemeinderat Unterföhrings abgelehnt“, erklärt Sprecher Wolfgang Stubenrauch.

Nicht weitere Jahrzehnte CO2 ausstoßen

Das Aktionsbündnis wehrt sich gegen das GuD-Kraftwerk, weil es für die nächsten 30 Jahre erneut nach Abschaltung des Kohleblockes große Mengen CO2 in die Atmosphäre blasen würde, die Luft belasten und Wasser aus der Isar als Kühlwasser für die Turbinen „missbrauchen“ würde.

Demo ist genehmigt

„Über 30 Jahre Kohlekraftwerk, Müllkraftwerk, GuD-Anlage im HKW-Freimann, Autobahnen und Straßenverkehr reichen uns in unserer Region ,klimapolitisch’ nun wirklich und müssen auf diesem Niveau nicht für Jahrzehnte in die Zukunft weitergeführt werden, zum Schaden unserer Kinder und Enkelkinder und auch nur, weil die Stadtwerke aus kurzsichtigen Profitgründen an der fossilen Stromerzeugung festhaltent“, heißt es in einer Presseerklärung des Aktionsbündnisses. Sprecher Wolfgang Stubenrauch hat bei der Regierung von Oberbayern Akteneinsicht in die Genehmigungsunterlagen erhalten und will mit den Freunden aus München eine ausführliche Stellungnahme einreichen, wozu etwa 40 „Träger öffentlicher Belange“ bis zum 25. Januar „offiziell“ aufgefordert wurden. „Wir aber nicht!“, kritisiert Stubenrauch und ruft zur Demo auf. Die Kundgebung mit den üblichen Corona-Hygieneauflagen sei bereits förmlich genehmigt.  mm

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare