Im Bahnhofsgebäude in Unterföhring läuft eine Frau auf eine Ladenfläche zu.
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Im Bahnhofsgebäude in Unterföhring. Rund 20 Bewerber wollten eine freie Ladenfläche mieten, der Gemeinderat hat dem Bistro „Bar Stazione“ den Zuschlag erteilt.

Gemeinderat vergibt freie Ladenfläche für ein Bistro

Die „Bar Stazione“ zieht in den Bahnhof

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Auf der freien Ladenfläche am S-Bahnhof in Unterföhring wird ein Bistro eröffnen. Stephan Matheiowetz, Inhaber des Restaurants „Mace“, und Stephan Fritsch, Eigentümer des Autohauses SF Sportscars, haben den Gemeinderat überzeugt.

Unterföhring – Die befreundeten Geschäftsmänner wollen mit der „Bar Stazione“ einen Treffpunkt mit italienischem Flair am Bahnof schaffen. „Ein zweites Wohnzimmer“ in der neuen Ortsmitte, wo Familien, Schüler, Geschäftsleute, einen Cappuccino, eine Cola oder einen Wein in gemütlicher Atmosphäre trinken, eben „ein Ort von Freunden für Freunde“.

Die Unternehmer sind an der Betastraße seit Jahren verwurzelt, bringen Erfahrung und Eigenkapital mit. Die „Bar Stazione“ ist ihr erstes gemeinsames Projekt. Inhaber wird Stephan Fritsch (43) sein, der mit dem Schritt in die Gastronomie auch eine Vision verbindet. Die beiden Partner wollen zwischen Gewerbegebiet und Wohnort einen Hauch Italien versprühen, „wo jeder ein bisschen Urlaub spürt“.

Große Konkurrenz: Konzept der Geschäftsmänner überzeugt den Gemeinderat

Das gastronomische Know-How bringt als Betreiber Stephan Matheiowetz (52) mit. Von 7.30 bis 22 Uhr soll es eine feine Auswahl wechselnder Getränke und Speisen geben, die täglich frisch im „Mace“ zubereitet werden. In den nächsten Monaten wird umgebaut und eingerichtet. „Wir wollen im Frühjahr eröffnen und hoffen, dass wir den richtigen Moment erwischen“, sagt Matheiowetz, „die Leute wollen sich wieder treffen, wollen raus aus den Häusern, raus aus dem Homeoffice.“

Stephan Fritsch wird Eigentümer des Bistros.
Stephan Matheiowetz betreibt die „Bar Stazione“.

Unverpackt-Laden auf dem zweiten Platz

Rund 20 Bewerber wollten die rund 100 Quadratmeter im Bahnhof mieten, für die die Gemeinde elf Euro pro Quadratmeter verlangt. In nicht-öffentlicher Sitzung stellten sie sich und ihre Ideen dem Gemeinderat vor. Auf den zweiten Platz hat es der Unverpackt-Laden der Genossenschaft „Unterföhring Miteinand“ geschafft. Die Genossen konnten in den vergangenen Monaten viele in Unterföhring mit ihrem Konzept überzeugen und sind zuversichtlich, dass sich bald woanders eine Ladentür öffnet.

Ebenso wie Ali Cakil, der im Bahnhof ein Café mit Postfiliale betreibt, auch er hätte im Laden nebenan gern seine Fläche erweitert, weil für die vielen Pakete Platz fehlt.  

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