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Marktleiterin Silvia Breuer mit ihrer Tochter Sissy
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Vinzenzmurr-Chefs Markus Brandl und Evi Brandl.

Unterföhring: Neues Fachmarktzentrum an der Mitterfeldallee

Erster Einkauf im neuen Supermarkt

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Unterföhring -Rund 1500 Kunden sind zur Eröffnung des neuen Fachmarktzentrums in Unterföhring gekommen. Die ersten Schnäppchenjäger warteten bereits um sieben Uhr auf Einlass.

Unterföhring Gelbblaue Heliumballons schweben am tristen Herbsthimmel an der Mitterfeldallee und sind ein untrügliches Zeichen, dass es endlich losgeht. 1000 rote Rosen hat Edeka-Betreiberin Silvia Breuer für die ersten Kunden bereitgestellt. Die Eröffnung ist auch für sie ein besonderer Tag. Mit der Übernahme der Filiale haben die Einzelhandelskauffrau und ihr Mann Alexander, der 25 Jahre im Feinkost-Außendienst tätig war, den Schritt in die Selbständigkeit gewagt.

Ein großes Familienfoto der Breuers mit Tochter Sissy und Sohn Veit hängt an der Wand im Kassenbereich. Beide arbeiten ebenso in der Filiale mit, wie 13 Angestellte, die montags bis samstags von sieben bis 20 Uhr dafür sorgen sollen, dass sich die Kunden wohl fühlen. „Wir sehen hier ein Potenzial. Ein großer Vollsortimenter fehlt in Unterföhring und der Standort ist sehr gut“, Silvia Breuer (50) zeigt auf die Straße, „jeden Abend steht hier der Berufsverkehr“.

Björn Marz und zwei Kollegen, alle drei Mitarbeiter der Allianz, haben ihre erste Brotzeit bei Vinzenzmurr gekauft: „Heute Mittag kommen noch ganz viele von der Allianz“, sagt Marz und grinst, „bisher sind wir zum Tengelmann an der Ahornstraße gelaufen, aber der ist ja geschlossen.“

Kundschaft aus dem Gewerbegebiet

Gerade für die Arbeitnehmer im großen Unterföhringer Gewerbegebiet liegt die neue Einkaufsmöglichkeit günstig. Eigentümer Anton Lechner hat den 1460 Quadratmeter großen Flachbau angrenzend an sein Hotel mit 1460 Quadratmetern und 77 Stellplätzen errichtet. Sein Hauptmieter ist Vinzenzmurr, Nebenmieter die Familie Breuer mit dem Edeka-Vollsortimenter. Die Bäckerei Wünsche, dritter Anbieter im Bunde, gehört zur Edeka-Handelsgesellschaft.

Vinzenzmurr-Chefs Markus Brandl und Evi Brandl.

Von der Kaufkraft am Standort ist auch Vinzenzmurr-Chefin Evi Brandl überzeugt. Gemeinsam mit ihrem Sohn, Metzgermeister und Geschäftsführer Markus Brandl (44), schaut sie, ob am ersten Arbeitstag in der neuen Filiale alles läuft. „In Unterföhring leben viele junge Familien, und es gibt ein riesiges Gewerbegebiet“, sagt Markus Brandl. Hinter der Ladentheke bieten seine Mitarbeiter Wurst, Fleisch und Käse, ebenso wie warme Speisen und Pasta an.

Stolz ist Markus Brandl darauf, dass 80 Prozent der Fleischware vom städtischen Gut Karlshof in Ismaning bezogen wird. Sein Bruder Alexander Brandl hält engen Kontakt zu den Fleischlieferanten. „Er kennt die Bauern, die Aufzucht, das Futter und die Stallungen.“

Eine der ersten Kunden ist Sandra Fellmann aus Ismaning. „So eine Einkaufsmöglichkeit hat gefehlt“, sagt die 43-Jährige und packt an der Kasse ihre Lebensmittel in zwei Stoffbeutel, eine rote Rose bekommt sie noch geschenkt. „Ich bin zweimal vorbeigefahren, da wurde noch eingeräumt. Jetzt ist eröffnet, da wollte ich gleich mal einkaufen.“

Seit 1. November füllte sich der Verkaufsraum, Theken, Regale und Dekoration wurde montiert. Der Trubel war groß. Am Vorabend der Eröffnung haben die Unterföhringer Geistlichen dem Neubau ihren Segen gegeben. Und jetzt herrscht Ordnung in den lichtdurchfluteten Gängen.

Siegfried Reichel (75) und Eduard Fleischhacker (78) aus Unterföhring steuern die Gastronomie-Bereiche an. „Beim Bäcker kann man Frühstücken und beim Metzger gleich Brotzeit machen“, sagt Fleischhacker. Reichel hat sich im Vollsortimenter die Zeitung gekauft, die er jetzt beim Frühstück lesen will. Er ist mit dem Motorroller ins Gewerbegebiet gekommen.

Rentner Horst Richter aus der Blumenstraße in Unterföhring und seine Frau Marianne sind gelaufen. Sie haben kein Auto. „Wir haben heute eine Wanderung hierher gemacht. Für uns ist der Weg eigentlich zu weit“, sagt er, die Busverbindung sei schlecht. Sie hoffen, dass es in der Ahornstraße bald wieder einen Supermarkt gibt. Ende Februar soll es laut Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer so weit sein, dann eröffnet dort ein Penny.

Am Ende des Tages sind alle roten Rosen verschenkt, Silvia Breuer ist zufrieden, sie schätzt, dass sich gut 1200 Kunden einen ersten Eindruck verschafften.

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