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Klares Votum: Die Mitglieder des FC Unterföhring stimmen für den Aufstieg – bis auf Andrew Bridger. 

Eindeutiges Votum für den Aufstieg 

FC Unterföhring will in die Regionalliga

Der Weg ist frei für die Regionalliga: Die FCU-Mitglieder haben sich deutlich für den möglichen Aufstieg ausgesprochen. Nur einer hätte das Team am liebsten gleich ganz vom Spielbetrieb abgemeldet.

Unterföhring – Der FC Unterföhring will in die Regionalliga – und wie! Dieser Tagesordnungspunkt sorgte bei der Versammlung für einen Rekordbesuch: 100 von 280 erwachsenen Mitgliedern waren gekommen, um über die sportliche Zukunft mitzuentscheiden. Das Votum war eindeutig: Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung sprachen sich die Mitglieder für den Regionalliga-Aufstieg aus, sollte dieser sportlich gelingen.

Mitglied: Verein auf „finanziell wackligen Beinen“

Diesem Anlauf von FCU-Präsident Franz Faber trat nur Mitglied Andrew Bridger entschieden entgegen. Nicht nur das. Er hatte bereits im Vorfeld der Versammlung den schriftlichen Antrag gestellt, sofort die Reißleine zu ziehen. Heißt: Nicht nur keinen Aufstieg, sondern die erste Mannschaft sogar aus der Bayernliga abmelden. Er sprach von „einer prekären Situation“ und „finanziell wackeligen Beinen“ des Vereins. Bridger verwies darauf, dass das Vereinsvermögen sich jedes Jahr verringere. Die Abstimmung über den Rückzug aus der Bayernliga verlor Bridger – allein gegen alle.

Wenn nicht der FCU, wer dann?

„Wir sind ein Fußballverein und kein Wirtschaftsunternehmen“, betonte der FCU-Präsident unter dem tosenden Applaus der Mitglieder. Der Verein habe Rücklagen für mindestens zwei Spielzeiten in der Regionalliga mit gesicherten Finanzen. Bis dahin könne der Verein durch die höhere Spielklasse bei Sponsoren für sich werben. Denn Unterstützer sind schon für den langfristigen Regionalliga-Betrieb notwendig. Faber traf genau den richtigen Ton bei den Mitgliedern, als er fragte: „Wenn nicht wir, wer kann sich dann die Regionalliga leisten?“.

FCU kann in Heimstetten spielen

Da ein Regionalliga-Spielbetrieb auf dem eigenen Clubgelände an der Bergstraße unmöglich ist, hatte sich der Präsident im Vorfeld auf die Suche nach einem Stadion in der Nachbarschaft gemacht. Zusammen mit Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer präsentierte er nun als künftigen Spielort den Sportpark Heimstetten. Die Gemeinde würde die Miete für das SVH-Gelände in Kirchheim übernehmen.

Auf den FC Unterföhring kämen in der Regionalliga Mehrkosten in Höhe von rund 40 000 Euro zu, rechnete Faber vor. Unter anderem für Schiedsrichter und Verbandsabgaben. Doch dieser Betrag ließe sich wieder einspielen, wenn sich durchschnittlich 350 zahlende Zuschauern die Heimspiele des FCU anschauen würden. Diesen Schwellenwert hätten in den vergangenen Jahren alle Vereine erreicht – außer zwei Teams, die hoffnungslos abgeschlagen Tabellenletzter waren, sagte der Präsident.

2020 könnte eigener Platz fertig sein

Mit der klaren Entscheidung wurde festgelegt, dass der FCU im Falle des sportliche Aufstiegs kommende Saison seine 17 Heimspiele in Heimstetten austrägt. Ab 2020 könnte der Ball in Unterföhring rollen, wenn der Sportpark mit einem Regionalliga-tauglichen Stadion fertig ist.

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