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Interimsquartier: Der Burschenverein zieht in das leer stehende Gebäude an der Bauhofstraße, bis das Feststadl bezugsfertig ist. 

An der Bauhofstraße

Gemeinderat gibt sein Okay: Burschen ziehen in Ex-Eon-Kantine

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Die Unterföhringer Burschen haben ein Vereinsheim - zumindest für die nächsten zehn Monate. Sie ziehen in die ehemalige Eon-Kantine. Nur das Okay des Landratsamts steht noch aus.

Unterföhring – Die Unterföhringer Burschen sind an der Bauhofstraße 18 willkommen. Der Gemeinderat befürwortet, dass die jungen Männer ihr Vereinsheim im still gelegten Eon-Betriebshof einrichten. Zumindest für zehn Monate. Der Burschenverein, der bisher kein Vereinsheim hat, darf sich bis Ende 2019 in der Kantine treffen, nur das Landratsamt muss noch zustimmen. Anschließend dürfen die rund 60 jungen Männer im Feststadl, der an der Jahnstraße errichtet wird, einen Raum beziehen.

Der Gemeinderat besichtigte nun an einem Freitagnachmittag die Häuser im Norden der Gemeinde, wo die Burschen ihre zahlreichen Gäste mit einem Imbiss überraschten. Jenseits des Mittleren Isar-Kanals hat die Gemeinde vor einiger Zeit das Betriebsgelände von Eon-Nachfolger Uniper gekauft.

Die Burschen hatten im März beantragt, dort leer stehende Räume nutzen zu dürfen. Den Tipp dazu hatte ihnen CSU-Fraktionssprecher Manfred Axenbeck gegeben. Zum Ortstermin kam es auf Antrag von Gemeinderatsmitglied Simone Spratter (PWU), die in der März-Sitzung vorgeschlagen hatte, sich vor der Entscheidung ein Bild zu machen. Denn die Gemeinde hat an der Bauhofstraße noch andere Pläne: Sie hält hier Räume als temporäre Notquartiere für Obdachlose, befristete Wohnräume und Archivlagerräume vor.

Bei der Besichtigung stellte sich heraus, dass die einstige Kantine im Haupthaus mit wenig Aufwand als Treffpunkt hergerichtet werden kann. 3000 bis 4000 Euro zahlt die Gemeinde für Brandschutzmaßnahmen: Eine Tür muss ausgetauscht werden, Brandmelder sollen an der Decke montiert werden. Eine Ausstiegshilfe ist eventuell an einem Fenster im Erdgeschoss erforderlich.

Zwei Wochen nach dem Ortstermin stimmte der Gemeinderat nun für das temporäre Vereinsheim. Eine Versammlungsstätte sei der Altbau aber nicht, betonte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) und fügte hinzu, „keine öffentlichen Veranstaltungen, keine Börsenpartys“. Eine entsprechende Nutzungsvereinbarung müsse der Vereinsvorsitzende unterschreiben.

Marianne Rader (CSU) bezweifelt, dass der Feststadl innerhalb von zehn Monaten bezugsfertig ist. Ob nach zehn Monaten eine länger Nutzung möglich sei, fragte SPD-Fraktionssprecher Philipp Schwarz, „falls die Burschen sich in den Räume wohlfühlen“. Davor warnte Kemmelmeyer: „Wir können schon froh sein, wenn das Landratsamt zehn Monaten zustimmt.“ Im Flächennutzungsplan sei ein Baubetriebshof, nicht aber ein Stüberl genehmigt, erläuterte Bauamtsleiter Lothar Kapfenberger. Die Gemeindeverwaltung wird nun eine zeitlich befristete Nutzung beim Landratsamt beantragen. Die Genehmigung könnte dann gegebenenfalls noch einmal verlängert werden.

Zum Bau des Feststadls berichtete Bürgermeister Kemmelmeyer, dass die Gemeinde im zweiten Ausschreibungsverfahren zwei Angebote erhalten habe. Es folgen nun die Verhandlungsgespräche mit den Baufirmen. Er hofft, dass dann zum 1. Mai der Auftrag vergeben werden kann.

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