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Bauausschuss des Kreistags lehnt 1500 Schüler ab

Gymnasium Unterföhring: 1300 Schüler sind die Grenze

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Fünfzügig gerne, aber auf keinen Fall mehr als 1300 Schüler: Darauf hat sich der Bauausschuss des Kreistags beim neuen Gymnasium in Unterföhring verständigt.

Unterföhring – Das Unterföhringer Gymnasium wird fünfzügig gebaut. Mit seiner Entscheidung orientiert sich der Landkreis am Willen der Gemeinde Unterföhring. Doch der Bauausschuss des Kreistags bleibt dabei: Mehr als 1300 Gymnasiasten sollen dort nicht lernen. Neben dem Zurück zum G9 wirkt sich vor allem der hohe Anteil an Schülern aus der Landeshauptstadt auf die neuen Planungen in Unterföhring aus: Zwei von drei Gymnasiasten sollen aus München kommen. Aktuelle Prognosen erwarten für das Jahr 2035 bis zu 971 Münchner- und 645 Landkreis-Schüler an dem Gymnasium.

Ab der Eröffnung des Gymnasiums zum Schuljahr 2018/19 wird mit einer Quote von Zweidrittel München- zu einem Drittel Landkreis-Schülern gerechnet. Im Jahr 2035 würden 1616 Gymnasiasten in Unterföhring unterrichtet. Deutlich zu viele, finden die Kreisräte. Ursprünglich war die Schule vierzügig geplant worden, mit einer Obergrenze von 1000 Schülern. Damit hätten auch die Kreisräte von FW und SPD vermutlich leben können, die den Beschluss des Bauausschusses ablehnten. „Wir bauen ja wirklich fleißig Schulen“, kommentiert FW-Sprecher Florian Ernstberger die Anstrengungen der Fraktionen, mit dem Bedarf im Landkreis Schritt zu halten. In Unterföhring entsteht das 17. Gymnasium. Seine Fraktion und die SPD-Bürgermeister Alexander Greulich aus Ismaning und Wolfgang Panzer (Unterhaching) wehren sich aber gegen dessen Größe. Als Sohn eines Gymnasial-Direktors meint Ernstberger, die Vorteile „kleinerer Schulen“ zu kennen: „Viel überschaubarer, nicht so anonym.“

Dagegen steht die stetig wachsende Nachfrage, die noch weiter wächst, wenn im Landkreis auch Schüler aus der Landeshauptstadt unterrichtet werden. Die vierzügige Planung sah bis 2035 einen Anteil von 350 Schülern aus München vor. Nachdem sich diese Prognose nahezu verdreifachte, musste neu geplant werden. Der Ausschuss folgte der Entscheidung der Unterföhringer auch, weil die Kommune zwei Drittel der Kosten trägt. Knapp 75 Millionen Euro soll der neue Campus mit Grundschule kosten, die Erweiterung auf fünf Züge schlägt allein mit 8,9 Millionen Euro zu Buche. Denn es braucht zusätzliche Räume. 

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