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Mäander-Optik: Im linken Gebäudeteil entsteht die zweistöckige Grundschule mit Hort, rechts das dreistöckige Gymnasium.

Gymnasium Unterföhring: Siegerentwurf vorgestellt

Ein Schulhaus voller Möglichkeiten

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Unterföhring – Schritt für Schritt nimmt das Gymnasium Unterföhring Gestalt an. Das Preisgericht hat sich einstimmig für den Entwurf der Münchner Architekten Felix & Jonas entschieden.

„Die Gebäudestruktur ist sehr offen“, lobte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU), am Donnerstag in der Gemeinderatssitzung. Begeistert ist auch Zweite Bürgermeisterin Betina Mäusel (CSU): „Es war ein sehr gutes Preisgericht, und es gab hervorragende Entwürfe.“

Im Herbst 2020 soll der Schulcampus für 400 Grundschüler und 1000 Gymnasiasten bezugsfertig sein. Zudem sollen alle Voraussetzungen geschaffen werden, damit auch hörgeschädigte Jugendliche in dem inklusiven Gymnasium unterrichtet werden können, denn für sie gibt es bisher in der Region keinen durchgehenden Weg zum Abitur.

Grüne Innenhöfe

Bereits Ende November tagten die Preisrichter, begutachteten in einem anonymen Verfahren sechs Bewerbungen und einigte sich, wie Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) berichtete, ganz am Schluss auf den ersten Preis. „Erst dann wurde das Kuvert geöffnet und der Name des Siegerbüros bekannt gegeben.“

Das Schulhaus in Mäander-Optik beherbergt alle geforderten Räume von den Thinktanks bis zu den grünen Klassenzimmern: Die vierzügige Grundschule mit Hort entsteht in einem zweistöckigen Gebäudeteil und ein vierzügiges Gymnasium im dreistöckigen Flügel. Beide sind durch eine Magistrale und zwei Mensen verbunden, die zentral angeordnet sind. Beiden Essensausgaben werden in zwei nierenförmigen Gebäuden untergebracht, über ihnen hängt ein begrüntes Dach mit Öffnungen, durch die Bäume hindurchwachsen.

Fußgängerbrücke vom Bahnhof zum Sportpark

„Auf Grün und Freiflächen haben die Architekten besonderen Wert gelegt“, lobte Kemmelmeyer. Der Entwurf sieht neun grüne Innenhöfe vor, sie dienen als „grüne Klassenzimmer“, in denen Theaterproben oder Werkunterricht stattfinden kann.

Die Tiefgarage mit 150 Stellplätzen wird von der Mitterfeldallee erschlossen und ist unterhalb des Hauptplatzes angeordnet. Die Vierfach-Sporthalle gliedert sich westlich an den Schulcampus an. Eine Fußgängerbrücke soll vom S-Bahnhof direkt zum Sportpark an der Mitterfeldallee führen, über sie strömen die Schüler dann auf den Schulcampus. „Auch hier haben sich die Planer viele Gedanken gemacht“, hob Bürgermeister Kemmelmeyer hervor. Die Vierfach-Sporthalle wird zwar grundsätzlich schulisch genutzt, aber eine Belegung für außerschulische Veranstaltungen und für den Vereinssport soll möglich sein. Einstimmig schloss sich der Gemeinderat der Auswahl des Preisgerichts an und beauftragte per Beschluss das Büro Felix & Jonas mit der Realisierung. 

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