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Zünftig: Nach so einer Veranstaltungsstätte sehnen sich die Bürger und Vereine. Davon ist die SPD überzeugt. Der Feststadl soll aussehen wie die Urweisse-Hütte, die 2016 für die Maibaumwachen diente – nur etwas größer.

Entscheidung scheitert an Größe

Keine Almhütte als Feststadl

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Fast hätte es endlich geklappt mit dem lang ersehnten Feststadl- Ausgerechnet die SPD, die ihn lange ablehnte, machte einen Vorschlag - und scheiterte.

Unterföhring – Die Unterföhringer lieben die urigen Holzhäuser. Die fliegenden Bauten mit alpenländischem Charme waren schon mehrmals Mittelpunkt ihrer Feste: bei den Maibaumwachen oder bei der Gewerbeschau, und auch die Silvesterparty der Böllerschützen findet rund um eine Almhütte statt.

Genau wie diese charmante Holzhütte könnte der lang ersehnte Feststadl aussehen. Ausgerechnet die SPD machte dem Gemeinderat diesen bestechend einfachen Vorschlag, zeigte sich in der Diskussion aber wenig kompromissbereit und scheiterte schließlich mit 7:16 Stimmen mit ihrer Holzhütten-Idee.

Bisher war die SPD-Fraktion bis auf Philipp Schwarz immer gegen den Feststadl gewesen. Die PWU hatte sich die neue Veranstaltungsstätte für 300 Personen im Kommunalwahlkampf 2014 auf die Fahne geschrieben. Seit Oktober 2014 ist der Feststadl beschlossen, ließ aber bisher auf sich warten, weil erst die Tiefgarage an der Jahnstraße, auf der er stehen soll, fertig gestellt werden muss. 2016 wurden die Unterföhringer Vereine aufgefordert, ihren Raumbedarf zu melden, anschließend wurden auch bei den Bürgern Ideen abgefragt.

Die Erdinger Urweisse-Hütte sollte als Vorbild für den Feststadl dienen, schlug jetzt SPD-Sprecher Schwarz vor: So eine Holzhütte – nur etwas größer und mit Toiletten – sollte aufgestellt werden, damit die Vereine dort Feste und die Bürger private Partys feiern können. Daneben sollte Platz für ein Zelt frei bleiben. „Das ist eine einfache, pragmatische, gute Lösung“, sagte Schwarz, 200 Plätze würden den Vereinen vollkommen reichen: „Dann können wir einen Haken hinter das Projekt machen.“

Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) lobte die Idee: „Es ist eine Tatsache, dass wir im Bürgerhaus an unsere Kapazitätsgrenze kommen.“ Er hält aber an 300 Plätzen, einer kleinen Bühne mit einfach zu bedienender Technik und einem Keller als Lagerraum fest. Im Übrigen stimmte er Schwarz zu: „Eine gemütliche Holzkonstruktion ist die Intension.“

PWU-Sprecher Manuel Prieler begrüßte die neue Einsicht der SPD: „Es freut mich, dass die gesamte SPD-Fraktion jetzt auch die Notwendigkeit des Feststadls sieht. Das beschleunigt die Realisierung.“ CSU-Sprecher Manfred Axenbeck lobte den „guten Antrag“, wollte aber weitere Varianten sehen und hält auch eine Heizung für nötig. Udo Guist (PWU) appellierte: „Machen wir doch eine Feststadl-Besichtigungstour.“

Thomas Weingärtner (SPD) hielt aber an 200 Plätzen fest. Für Privatpartys sei „ein Haus mit 300 Plätzen zu groß“. Schwarz warf den übrigen Fraktionen vor: „Einfach geht im Gemeinderat Unterföhring irgendwie nicht. Das haben wir ja bei der Schwimmbadplanung gesehen.“ Albert Kirnberger (SPD) sieht die Schuld beim Bürgermeister. Nach der Abfrage der Bürger- und Vereinswünsche stehe dieser vor der Qual der Wahl: „Das Kernproblem ist, dass Sie nicht weiterkommen, weil Sie sich nicht entscheiden können zwischen zweitem Bürgerhaus und Holzhütte.“ Kemmelmeyer widersprach: „Ich weiß, was ich will. Eine gemütliche, relativ einfache Hütte. Kein „Bürgerhaus light.“ Beim Treffen der Vereinsvorsitzenden habe er genau das vorgeschlagen.

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