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Das Zindlerhaus bleibt, die Krippe braucht einen anderen Standort.

Neuer Standort dringend gesucht

Keine Krippe auf dem Eulitz-Areal

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Die Krippe in Unterföhring braucht dringend einen neuen Standort: Aus dem Provisorium muss sie raus und einen Vorschlag aus dem Rathaus lehnte der Gemeinderat nun ab.

Unterföhring – Für die Kleinkinder ist die riesige Baustelle vor der Haustür eine spannende Kulisse: Bagger, Laster und Kräne können sie rings um ihre Krippe beobachten. Doch so langsam gerät auch das Areal drumherum in den Blick der Planer: Ein neuer Standort muss her für die integrative Kinderkrippe an der Föhringer Allee in Unterföhring. Seit 2006 ist die Einrichtung für 24 Kinder in holzverkleideten Fertigmodulen untergebracht. Das Provisorium muss abgebaut werden, weil das Gelände, auf dem es steht, für die Ortsmitte benötigt wird. Noch fehlt aber ein neuer Standort, auf dem die Gemeinde dann einen festen Neubau errichten möchte.

Ursprünglich hatte die Kommune geplant, das alte Bahnwärterhäuschen abzureißen, um Platz für den Krippen-Neubau zu schaffen. Nach Protesten aus der Bevölkerung stufte jedoch das Landesamt für Denkmalpflege das „Zindlerhaus“ als Denkmal ein.

Jetzt hat die Gemeinde nach intensiver Prüfung eigener Grundstücke von mindestens 900 Quadratmeter Größe das unbebaute Grundstück an der Blumenstraße 34 als neuen Standort zur Diskussion gestellt. „Wir müssen weiterkommen bei der Planung, auch bei der Rathausplanung“, mahnte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU). Auf dem sogenannten Eulitz-Grundstück könnte man die Krippe neu errichten, müsste allerdings den Bebauungsplan anpassen: „Doppelstöckig zu bauen, ist für eine integrative Krippe nicht sinnvoll.“

Der Gemeinderat lehnte den Vorschlag nach kurzer Diskussion einstimmig ab und beauftragte die Verwaltung, die Suche auch auf private Grundstücke auszudehnen. Das Eulitz-Grundstück sei wegen der umliegenden dichten Wohnbebauung ungeeignet, sagte CSU-Sprecher Manfred Axenbeck. „Hier könnten eher Wohnungen für Kinder- und Pflegepersonal entstehen.“ Die Verkehrssituation in den engen Straßen sieht Udo Guist (PWU) kritisch. „Es herrscht eigentlich jetzt schon morgens und abends ein riesiges Chaos.“ SPD-Sprecher Philipp Schwarz wünscht sich, dass die Krippe in der Ortsmitte bleibt. Einig ist man sich, dass die bisherigen Krippen-Container eine neue Nutzung finden sollen: „Die Module sind noch so gut, dass man sie umsetzen könnte“, sagte Kemmelmeyer.

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