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Großer Jubel: Andreas Kemmelmeyer feiert mit seiner Frau Nicole seine Wiederwahl.

Kommunalwahl 2020

Großer Jubel: Kemmelmeyer schafft‘s im ersten Anlauf

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Was für ein Erfolg für Andreas Kemmelmeyer (PWU): Im ersten Wahldurchgang sichert sich der Amtsinhaber seine Wiederwahl. D

Unterföhring– Durchmarschiert ist Andreas Kemmelmeyer (PWU). Der amtierende Bürgermeister in Unterföhring hat im ersten Anlauf mit 52,7 Prozent für klare Verhältnisse gesorgt. Er startet jubelnd in seine zweite Amtszeit.Keine Stichwahl, – darauf hatte der 53-jährige Kemmelmeyer gehofft. Im Gastraum des Hotels Lechner herrscht gespannte Stille, die PWU-Wahlkämpfer blicken gebannt auf ihre Smartphones. Als auch das 22. und letzte Wahllokal um 19.18 Uhr ausgezählt ist, bricht der Jubel los. Kemmelmeyer reißt die Arme erleichtert hoch. „Es war ein sportliches Ziel, es ohne Stichwahl zu schaffen, bei einem breiten Bewerberfeld von fünf Kandidaten“, sagt der Sieger er mit breitem Lächeln hochzufrieden.

Zweiter Sieger des Abends ist Philipp Schwarz (SPD). Er kommt auf 29,7 Prozent und setzt sich deutlich ab von den anderen Herausforderern. So zeigt sich wie schon 2014 erneut, dass sich in Unterföhring das Spannungsfeld zwischen PWU und SPD ergibt. Trotzdem ist der mit 39 Jahren Jüngste in der Kandidatenrunde enttäuscht: „Ich habe die Stichwahl als Ziel gehabt. Jetzt hoffe ich auf eine starke Fraktion“, sagt Schwarz. „Ich habe versucht, mit kreativen Ideen auch die Jungen zu erreichen.“ Genossen und Familie haben sich im „Politia“ versammelt. Altbürgermeister Franz Schwarz ist dennoch stolz auf den Sohn. „Sein Wahlkampf hat mich selber begeistert, dass das Ergebnis so ausgeht, überrascht.“

Enttäuscht ist die CSU. Kandidat Manfred Axenbeck bedauert das Ergebnis von 9,3 Prozent, auch mit Blick auf seine Unterstützer, die im „Hacker“ die Ergebnisse verfolgen. „Wir waren ein gutes Team. Ich hätte mich mit Philipp Schwarz auf gleicher Höhe gesehen. Wir hoffen, dass das Ergebnis im Gemeinderat ein bissl anders aussieht.“

Johannes Mecke (Grüne) verbucht 6,6 Prozent und nimmt es gelassen. „Ich habe meine Stimmenzahl im Vergleich zu meiner Kandidatur 2008 verdoppelt.“ Weit abgeschlagen muss sich Rafael Gutmann (FDP) mit 1,8 Prozent zufriedengeben.

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