Bevölkerungsstatistik

Landkreis wächst enorm – Unterföhring Spitzenreiter bei Pendlern

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Der Landkreis München hat die Nase vorn – nicht nur in puncto Lebensqualität, Wirtschaftswachstum und Wohlstand. Wo die Lebensbedingungen gut sind – und das sind sie in der ganzen Region – wollen die Menschen gerne wohnen. Das hat weitreichende Auswirkungen auf den Immobilienmarkt und die Infrastruktur.

Landkreis – Die Bevölkerungsprognose des Bayerischen Landesamt für Statistik ist deshalb ein Indikator dafür, welche Aufgaben auf die Politik in den nächsten 20 Jahren zukommen werden. Bis zum Jahr 2036 sagen die Statistiker dem Landkreis München einen Bevölkerungszuwachs von 13 Prozent voraus. „Die stärksten Zuwächse werden in den oberbayerischen Landkreisen Dachau (+15,5 Prozent), Ebersberg (+14,4 Prozent), Erding (+13,3 Prozent) und München im Einzugsgebiet der Landeshauptstadt München erzielt“, heißt es in einer aktuellen Vorausberechnung, die Anfang der Woche veröffentlicht wurde. Damit ist der Landkreis München die am viertstärksten wachsende Region in Bayern. Auffällig ist, dass es in Oberbayern keine Stadt und keinen Landkreis gibt, in dem die Bevölkerung bis 2036 schrumpfen wird.

Dabei ist besonders in der Region rund um München bereits jetzt der Wohnraum knapp – mit dramatischen Auswirkungen auf Mieten und Immobilienpreise.

Wohnen auf dem Land und Arbeiten in der Landeshauptstadt ist für viele Familien eine Option geworden – und wird es weiter sein. Das lenkt den Blick auch auf die Pendlerströme. Mehr Beschäftigte bedeutet für die Region auch mehr Pendler. So ist deren Zahl in allen Landkreisen seit 2009 gestiegen. Dabei sind die meisten Kreise der Region Auspendlerräume. Heißt: Deutlich mehr Landkreis-Bewohner fahren zum Arbeiten in andere Landkreise oder Städte. Dabei sitzt im Landkreis München laut Planungsverband der Spitzenreiter der Region: die Gemeinde Unterföhring. Dort leben 11 200 Einwohner, es arbeiten aber mehr als 22 500 Menschen dort – also doppelt so viele, wie dort leben. Die Allianz und ProsiebenSat 1 tragen maßgeblich dazu bei.

Im Jahr 2036 werden im Landkreis Ebersberg 159 000 Menschen wohnen, im Kreis Erding 153 400 und im Landkreis München die stattliche Zahl von 387 900 – wenn die Statistiker Recht behalten. Eines ist allen drei Landkreisen gemeinsam: Die Bevölkerung wird immer älter.

War der Durchschnitts-Münchner statistisch im Jahr 2016 noch 43,1 Jahre alt, wird er 2036 44,4 Jahre alt sein. Dass die Bevölkerung weiterhin stark altert, erklären die Statistiker so: „Wie der große Zuwachs des Altenquotienten zeigt, werden hier in den nächsten 20 Jahren relativ große Bevölkerungsgruppen – ohne entsprechende Ausgleiche in den mittleren Altersjahren – ins Seniorenalter hineinwachsen.“ Die regionalisierte Berechnung bis 2036 zeige auf, dass der demografische Wandel das Bevölkerungsbild aller Landkreise grundlegend verändert. „Selbst die Rekordmigration nach Bayern in den letzten Jahren, die im Vorausberechnungsmodell berücksichtigt wurde, wird dies nicht verhindern können.“

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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