+
Futuristische Architektur für 5000 Arbeitsplätze: Conrad Albert stellt das Neubauprojekt vor. 

Klares Bekenntnis zum Standort Unterföhring

ProSiebenSat.1 baut modernen Campus

  • schließen

Unterföhring - Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 plant den Bau eines eigenen Campus in Unterföhring: An der Medienallee 7 will das Dax-Unternehmen seine rund 5000 Mitarbeiter in einem hochmodernen Neubau zusammenziehen.

Conrad Albert, Mitglied des Vorstands, gibt ein klares Bekenntnis zum Standort Unterföhring: „Wir wollen hier bleiben, wo wir zuhause sind.“ Das markante Gebäude soll die Form einer roten Sieben bekommen, so dass es schon vom Flugzeug aus im Münchner Nordosten auszumachen sein wird. „Wir wollen aufgrund der sehr starken, nachhaltigen Unternehmensergebnisse unser Engagement hier deutlich ausbauen“, sagte Conrad Albert am Donnerstag in seiner Eröffnungsrede beim Neujahrsempfang der CSU Unterföhring, der in den Räumen von ProSiebenSat.1 stattfand.

5000 Mitarbeiter unter einem Dach zusammenziehen

2015 hat der börsennotierte Konzern einen Umsatz von 3,261 Milliarden Euro erwirtschaftet und befindet sich weiter auf Wachstumskurs. „Wir platzen aus allen Nähten. Unsere Mitarbeiter sind auf 13 bis 14 Objekte, von der Medienallee bis zur Betastraße, verteilt. Einige sind sogar in Containern ausgelagert.“

Bauzeit dauert bis 2022

Platzmangel für die steigende Zahl der Mitarbeiter, lange Wege und eine veraltete Architektur im Bestand hätten zu der Entscheidung geführt, einen modernen Campus zu bauen. „Allein die Bauphase wird bis zum Jahr 2022 dauern“, sagte Conrad Albert.

Das Ensemble soll offen gestaltet werden und „öffentliche und semiöffentliche Flächen beinhalten“. Als Global Player steht ProSiebenSat.1 im Wettbewerb mit Amazon und Google. „Manchmal mag man das vergessen, wenn man in unserer schönen Heimat Bayern und hier in Unterföhring unterwegs ist.“ Das Hauptgeschäft mache der Konzern aber immer noch mit Fernsehwerbung.

Zweite Bürgermeisterin Betina Mäusel (CSU) dankte für „die wundervolle Nachricht, dass Sie am Standort Unterföhring investieren“. Der Festredner des Abends, Landrat Christoph Göbel (CSU), nannte Unterföhring „einen der wichtigsten Medienstandorte Europas“ und versprach: „Wir werden gemeinsam mit der Gemeinde alles dafür tun, dass dieses Cluster wachsen kann.“

Das Gebäude in Form einer roten Sieben „wird man aus dem Weltall erkennen“

Ein paar Hausnummern weiter baut Sky Deutschland an der Medienallee 26 ein neues Sportsendezentrum und die Allianz AG Deutschland, die das zweite Dax-Unternehmen am Ort ist, stellte erst 2015 ihren Erweiterungsbau an der Dieselstraße vor.

Betina Mäusel erzählte, dass Altbürgermeister Klaus Läßing seinerzeit dafür gesorgt habe, dass die ehemalige ProSieben Media AG die Hausnummer Sieben an der Medienallee bekam, „auch wenn es von den Hausnummern eigentlich gar nicht passte“. Jetzt werde die rote Sieben wahrscheinlich sogar aus dem Weltall zu erkennen sein, scherzte Landrat Göbel.

Auf dem neuen Campus wird das Unternehmen seine vielseitigen Unterhaltungs- und Informationsangebote unter einem Dach vereinen, dazu gehören unter anderem die Fernsehsender ProSieben, Sat.1, kabel eins sowie das jüngste Kind Kabel eins Doku, drei Pay-TV-Sender und eine Digital-Sparte mit dem Video-Streaming-Dienst maxdome.

Gerade die Bahnkunden unter den rund 150 Zuhörern beim Neujahrsempfang interessierte eine neue Kooperation von ProSiebenSat.1: Die Deutsche Bahn wird künftig in allen ICE-Zügen maxdome anbieten, damit Kunden ihre Reisezeit mit Filmen verkürzen können.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Hand in Hand in Haar“: Freunde helfen Freunden
Unkraut jäten, einkaufen, zuhören: Mit 26 Euro startete „Hand in Hand in Haar“ vor fünf Jahren. Mittlerweile sind es 180 Mitglieder mit ebenso vielen Talenten.
„Hand in Hand in Haar“: Freunde helfen Freunden
Sie sind die Stars am Freibad-Sprungturm
Wenn Maxi Forster, Timo Fechner und ihre Freunde auf den Sprungturm im Unterhachinger Freibad klettern, ist was geboten. Denn die sogenannten „Splashdiver“ versuchen, …
Sie sind die Stars am Freibad-Sprungturm
Ab sofort Boot-Verbot auf der Isar
Das Befahren der Isar im Landkreis München ist ab Samstag, 19. August, bis auf Weiteres verboten. Damit reagiert das Landratsamt auf die gefährliche Hochwasser-Situation …
Ab sofort Boot-Verbot auf der Isar
Unterschleißheimerin (24) fällt auf Betrüger herein
Als der Mann am Telefon eine Verdoppelung des Gewinns versprach, war der Widerstand einer 24-jährigen Unterschleißheimerin erlahmt.
Unterschleißheimerin (24) fällt auf Betrüger herein

Kommentare