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So könnte sie aussehen: die Seilbahn in Münchens Norden.

Verlängerung der Bahn zur Studentenstadt

Viel günstiger als eine U-Bahn-Verlängerung: Seilbahn bis nach Unterföhring wird realistischer 

Eine Seilbahn von der Stadt bis nach Unterföhring: Gar nicht so abwegig, sagen Kreis und MVV. Zumal sie deutlich billiger wäre als eine U-Bahn.

Tatsächlich ist die Seilbahn nach Unterföhring eine Überlegung, die sich offenbar in immer mehr Köpfen festsetzt. Sie könnte entlang des Frankfurter Rings zur Studentenstadt führen. Und nicht nur das: Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) hat an Münchens Stadtbaurätin Elisabeth Merk geschrieben und, wie er sagte, am 17. Oktober seinen „Hut in den Ring“ geworfen. „Ich habe unser Interesse angemeldet, dass, falls die Seilbahn gebaut wird, sie bis nach Unterföhring verlängert wird.“ 

MVV-Bereichsleiter Markus Haller betonte beim Unterföhringer Wirtschaftsgespräch: „So abwegig das klingt: Auch die Seilbahn könnte ein innovatives Verkehrsmittel sein.“ Ihre Umsetzung wäre schneller und kostengünstiger als der U-Bahn-Ausbau. 

Video: Seilbahn soll Verkehrskollaps in Mexiko-City verhindern

Ein Kilometer U-Bahn bis Unterföhring kostet 100 Millionen

Während für die 4,5 Kilometer lange Seilbahn bis zur Studentenstadt rund 50 Millionen Euro veranschlagt werden, koste ein Kilometer U-Bahn schon 100 Millionen Euro. Der Landkreis München lässt ein ganzes Bündel von möglichen Seilbahn-Trassen prüfen. Am konkretesten ist allerdings die Seilbahnverlängerung nach Unterföhring. „Ich will nicht euphorisch sein“, sagte Haller, „aber ich bin positiv gestimmt, dass wir mit der Seilbahn ein ergänzendes Instrument im Nahverkehr kreieren können.“

Denn das ist dringend nötig. Der MVV sei für 250 000 bis 300 000 Fahrgäste ausgelegt, so Haller. „Tatsächlich befördern wir 800 000 Menschen pro Tag.“ Dabei würden inzwischen mehr Menschen von München in die Landkreise pendeln als umgekehrt. 

Verkehr im Großraum München „am Limit“

Zugleich nimmt der Pkw-Verkehr stark zu: „Die Verkehrsinfrastruktur ist am Limit“, sagte der MVV-Bereichsleiter Consulting. Viele Großprojekte, wie die Verlängerung der U6 nach Martinsried, die noch immer nicht realisiert ist, hätten einen langen zeitlichen Vorlauf, auch weil dafür Bundesmittel beantragt würden. „Daher müssen wir über innovative Wege nachdenken.“  

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