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Am S-Bahnhof in Unterföhring wurde am 13. Juni eine Polizistin niedergeschossen.

Für immer in die Anstalt?

Nach Bluttat von Unterföhring: Schütze wohl schuldunfähig

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Der Juni 2017 stellt im Leben von Polizistin Jessica L. einen dramatischen Wendepunkt dar. Wie der Staatsanwalt mitteilt, muss der Täter voraussichtlich nicht ins Gefängnis.

München - Sechs Monate nach der Bluttat von Unterföhring liegt die angeschossene junge Polizistin noch immer im Wachkoma. Nun zeichnet sich auch ab, was mit Täter Alexander B. geschehen wird: Statt ins Gefängnis muss der 38-Jährige wahrscheinlich dauerhaft in die Psychiatrie! 

Im neuen Jahr wird sich Alexander B. vor Gericht verantworten müssen. Staatsanwalt Florian Weinzierl geht aber auf Nachfrage davon aus, dass beim Täter „zum Vorfallszeitpunkt die Schuldfähigkeit nicht gegeben war“. Alexander B. gilt also als nicht schuldfähig. Deshalb wird die Staatsanwaltschaft keine Anklage erheben, sondern einen Antrag auf Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung. Die Staatsanwaltschaft legt Alexander B. vorsätzliche Körperverletzung in Tatmehrheit mit versuchtem Mord zur Last. Er hat noch nicht gestanden.

Bluttat: Deutsch-Amerikaner schießt Polizistin nieder

Rückblick: 13. Juni, 8.20 Uhr. Nach einem Streit mit einem Fahrgast in der Flughafen-S-Bahn S8 rastet B. am Bahnsteig in Unterföhring aus. Er entreißt einem 30-jährigen herbeigerufenen Polizisten die Dienstwaffe - und schießt das ganze Magazin leer! Dabei trifft er die Polizistin Jessica L. am Kopf und flieht. In der Nähe des Tatorts stellen ihn zwei Polizisten. Alexander B. lässt sich widerstandslos festnehmen. Die schwerst verletzte Polizistin wurde Anfang September in ihre sächsische Heimat verlegt. Der Gesundheitszustand der 26-Jährigen ist unverändert. 

Als Wachkoma-Patientin wird sie jetzt in einer Klinik zwischen Chemnitz und Dresden betreut. Alexander B., der seit seiner Kindheit in den USA lebte, war im Juni auf einer Europareise von Athen nach München gekommen. Schon am Airport und in der Flughafen-S-Bahn machte er auf Passanten einen verwirrten und aggressiven Eindruck. Als es dann in der S-Bahn zu Handgreiflichkeiten kam, nahm das Unglück seinen Lauf…

Mitte November fand ein ganz besonderes Eishockeyspiel statt. Die deutsche Polizei-Nationalmannschaft trat an gegen den Sternstunden e.V. All Stars – zu einem Benefizspiel für die schwer verletzte Polizistin.

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