+
Im Pfarrsaal von St. Valentin Unterföhring hingen 700 gefaltete Papiertauben von der Ecke (Foto oben), dazu spielte das Flötenensemble „Fluturas“. Dominik Faller vergrößerte die Wirkung dieses Installation mit Lichteffekten und Sphärenklängen.

700 Friedenstauben

Nacht der Kirchen in Unterföhring

  • schließen

Unterföhring - Gute Gespräche, erstklassiges Essen, Musik und ein ziemlich langer Laternenumzug zu St. Martin: Ein mehrstündiges Programm unterhielt die Besucher der „Nacht der Kirchen“ in Unterföhring. Eine Installation mit 700 aufwändig beleuchteten Papiertauben im Pfarrsaal St. Valentin war einer der Höhepunkte.

Tagelang waren die Kolpingsfamilie und die „Ökus“, der ökumensiche Arbeitskreis, mit den Vorbereitungen beschäftigt. 700 Papiertauben hatten die Damen von der ökumenischen Arbeitsgruppe und von Kolping gebastelt, sich 700 Schnüre zurechtgeschnitten und die Installation von der Decke des Pfarrsaals in St. Valentin baumeln lassen. „Es könnten auch 701 sein“, mutmaßte Ines Schulz von den Ökus, während sie das Werk ein letztes Mal in aller Ruhe betrachtete. Wenig später füllte sich der Pfarrsaal, und an den Reaktionen der Besucher war abzulesen, es eindeutig mit etwas ganz Besonderem zu tun zu haben.

Lichtinstallation von Dominik Faller

Mal abgesehen von den offenen Mündern, dem Staunen der Kinder, die hernach die Geschichte Noahs und seiner Arche erlebten, ergriff die Besucher eine Stimmung von Verzauberung. Zu verdanken war dieser Effekt auch Dominik Faller. In stundenlanger Heimarbeit programmierte das Gemeindemitglied sphärische Klänge zu wechselnder Beleuchtung. Nach einem Auftritt des Flötenensembles Fluturas warf Faller seinen Computer im Pfarrsaal an. Zu meditativer Musik und warmen, beinah hypnotisch wirkendem, Farbenspiel begannen die Besucher sich frei zu bewegen. Die Stimmung hatte etwas Traumwandlerisches.

Junge und lebendige Gemeinde

Die Pfarrer Carsten Klingenberg und Markus Brunner hatten den Laternenumzug formiert. Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) begrüßte eine „lebendige und junge Gemeinde“ vor der Kirche. Mit der nunmehr zweiten „Nacht der Kirchen“ beschreite man in Unterföhring neue Wege, sagte Kemmelmeyer. Dem „gut funktionierenden Dreiklang aus evangelischer, katholischer und weltlicher Gemeinde“ verdanke Unterföhring sehr viel Inspiration.

Während Konfirmanden für Waffeln und Crepes sorgten, das Jan Grinbert-Trio im großen Raum von Rafael jazzte, Ortschronist Caesar Frey in St. Valentin zur Kirchenführung lud und in der Kirche am Abend die Orgel erklang, wechselten Besucher von einer Attraktion zur nächsten. Pfarrer Carsten Klingenberg und Diakon Franz Grössler erörterten zur besten Nachrichtenzeit Glaubensfragen aus evangelischer und katholischer Perspektive, untersuchten das Verbindende der Ökumene.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zwölfjährige wurde absichtlich angefahren und beleidigt
Der unbekannte Fahrer, der am Samstag gegen 15 Uhr in Unterhaching auf der Reichweinstraße nahe des Tengelmann-Marktes eine zwölfjährige Radfahrerin angefahren und …
Zwölfjährige wurde absichtlich angefahren und beleidigt
Radler prallt auf Motorrad
Beim Linksabbiegen ist ein Radfahrer am Montag im Garchinger Ortsteil Dirnismaning mit einem Motorrad zusammengeprallt. Drei Personen wurden leicht verletzt.
Radler prallt auf Motorrad
Entschieden wird später
Die Grundschule Taufkirchen am Wald wird neu gebaut. Dazu sollte der Gemeinderat einige Grundsatzfragen klären. Wegen „mangelnder Informationen“ fällte er aber nur drei …
Entschieden wird später
„Hier steckt mein ganzes Leben drin“
In Feldkirchen gibt es einen ganz besonderen Laden. Er ist aus der Zeit gefallen.
„Hier steckt mein ganzes Leben drin“

Kommentare