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Eine große Baustelle ist das Sportzentrum derzeit.

Plätze müssen ertüchtigt werden

Neue Außenanlagen fürs Sportzentrum

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Seit Oktober 2016 ist das Sportzentrum an der Jahnstraße in Unterföhring wegen Sanierung geschlossen. Erst im Frühjahr können die Vereine die Hallen wieder nutzen. Bis dahin wurde der Sportbetrieb vorübergehend in zwei Traglufthallen verlegt, eine steht auf dem Parkplatz vor dem Sportzentrum, die andere auf dem Tennisaußenplatz Nummer 5.

Unterföhring– Während im Inneren Böden, Tribünen, Heizung, Beschattungen und vieles mehr erneuert werden, plant die Gemeinde nun die Außenanlagen: Sie sollen bis September 2018 neu gestaltet werden. Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) ist zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen: „Wir liegen im Zeitplan“, sagte er in der Maisitzung des Gemeinderats. Auch die geschätzten Kosten von rund 14 Millionen Euro werden wohl eingehalten: Zu den Sanierungskosten von 12,8 Millionen kommen Ertüchtigungskosten an den Außenanlagen mit 1,9 Millionen Euro hinzu.

Gerade wird der Bereich vor dem Haupteingang als Abstellplatz für Baumaterial und Baumaschinen genutzt. Er soll einladender gestaltet und für 560 000 Euro aufgewertet werden, passend zur neuen Fassade. Daher werden die Fahrräder auch nicht mehr am Haupteingang abgestellt werden können. Das schadhafte Pflaster – inklusive des Kunstwerks im Belag – wird beseitigt. Erhalten bleibt aber die stilisierte Tennisball-Skulptur. Das entschied der Gemeinderat Unterföhring einstimmig.

Tennisplatz mit Kunstrasen

Die vier südlichen Tennisplätze werden mit einer neuen Flutlichtanlage ausgerüstet, für die aufwendige Fundamente nötig sind. Die Flutlichtmasten der nördlichen Tennisplätze erhalten einen Blitzschutz. Im Nordosten legt die Gemeinde einen neuen Tennisplatz mit Kunstrasen an. Der Tennisplatz, auf dem derzeit eine der beiden Traglufthallen steht, muss nach dem Rückbau komplett erneuert werden, ebenso wie der Parkplatz, auf dem die zweite Halle steht. Dieser Rückbau kostet stolze 600 000 Eruo. Zugleich wird die Beleuchtung der Wege erneuert, die Schranke mit Sprechanlage und ein Mast mit zwei Videokameras. Die Außentennisplätze wird die Gemeinde erst ab Oktober 2018 wieder herstellen, wenn die Freiluftsaison beendet ist.

Ein TÜV-Gutachter hatte empfohlen, das Gelände an einigen Punkten zu modellieren, um bei Starkregen Wassereintritt ins Untergeschoss zu vermeiden.

Dass die Tennishalle schon wieder neue Leuchten bekommt, konnten nicht alle Gemeinderatsmitglieder nachvollziehen: Die sechs LED-Punktleuchten mit einer Leistung von 500 Lux, die erst vor drei Jahren aufgehängt wurden, hätten sich leider nicht bewährt, hieß es bei der Hauptversammlung des Tennis-Clubs. Der Vorstand wünscht sich, dass die Hallenbeleuchtung wieder auf LED-Langleuchten mit maximal 750 Lux umgestellt wird, was 131 000 Euro kostet.

Neue LED-Leuchten werden ersetzt

Ratsmitglied Udo Guist (PWU) hält das nicht für nötig: „Die Luxzahl ist ausreichend. Man sollte nicht alles runterreißen, wir können mit dem Hersteller reden und die Leuchten nachbessern.“ Die Mehrheit stimmte dennoch für die neue Beleuchtung.

Angesichts der neuen Kosten für die Ertüchtigung war Albert Kirnberger (SPD) skeptisch: „Kommt da noch einmal ein Maßnahmepaket oder war das jetzt alles?“ Er erinnerte an die Diskussion, die der Gemeinderat im September des vergangenen Jahres geführt hatte, als Betina Mäusel (CSU) anregte, gleich einen Neubau hinzustellen. Damals habe er für die Sanierung gestimmt, sagte Kirnberger. Es sei nicht optimal, wenn Maßnahmen nachgeschoben würden.

Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer widersprach: „Es wurden Wünsche an uns herangetragen“, einige Maßnahmen wie die Vermeidung von Wassereintritt seien immer wieder zurückgestellt worden. Wichtig sei, dass das Sportzentrum jetzt so ausgestattet werde, dass es nach der Sanierung wirklich fertig sei und den Nutzern für 30 weitere Jahre zur Verfügung stehe.

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