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Das Gelände an der Bauhofstraße im Norden Unterföhrings.

Privater Investor verschiebt Fertigstellung immer wieder

Warten auf die Asylunterkunft an der Bauhofstraße

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Unterföhring - November, Februar, August. Immer wieder ist das Bezugsdatum verschoben worden. „Wir warten und warten und warten“, sagt Susanne Skuballa vom Asylhelferkreis Unterföhring. Mit Ungeduld blicken die Unterföhringer auf das Grundstück an der Bauhofstraße, wo eine Asylunterkunft für 175 Menschen entstehen soll. 

Dabei hat der Gemeinderat das Projekt im Außenbereich, das der Unterschleißheimer Investor HWZ Projekte plant, seit drei Jahren mit einstimmigen Beschlüssen unterstützt. Es sollte eine Vorzeigeunterkunft werden: zwei Holzhäuser mit 36 Apartements, jedes mit Küchenzeile und Bad, die von Familien oder Wohngruppen bezogen werden können, zudem Sozialräume, Lern- und Aufenthaltsräume, Grünanlagen, Parkplätze und zwei Spielplätze. Maßnahmeträger ist das Landratsamt, das die Häuser für zehn Jahre mietet und auch das Belegungsrecht hat.

Doch passiert ist noch nicht viel: Ein paar Bäume wurden gefällt und das Grundstück planiert. Falls keine Nachfolgeunterkunft zur Verfügung steht, wenn die Flüchtlingszahlen wieder steigen und die Traglufthalle an der Mitterfeldallee abgebaut wird, muss Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) fürchten, dass Turnhallen beschlagnahmt werden. Doch das werde er auf keinen Fall hinnehmen, betont er, schließlich habe die Gemeinde ihrerseits alle Weichen für das Projekt gestellt, um die Unterbringungsquote des Landkreises mit Hilfe des Investors zu erfüllen: „Wir haben alle Beschlüsse gefasst. Ich bin schon sehr verwundert, wie langsam manche Mühlen mahlen“, grollt der Rathauschef. 

Jetzt gibt es technische Probleme bei der Einleitung des Abwassers

Die Firma HWZ investiert rund zwei Millionen Euro in das Projekt. Thomas Zeitler, einer der drei Geschäftsführer, erklärt: „Die Vertragsverhandlungen mit dem Landratsamt sind abgeschlossen. Wir haben die Grundrisse in enger Abstimmung konzipiert.“ Finanzielle Aspekte hätten das Projekt nicht verzögert. Bestellt sind die Holzhäuser, die eine österreichische Holzbau-Firma in Modulbauweise errichten soll, aber noch nicht. „Das ist nicht sinnvoll, solange wir keine Planungssicherheit haben“, sagt Zeitler. Denn: „Seit Ende Dezember gibt es technische Probleme.“ Die Projektentwickler verhandelt nun mit der Eon-Tochter „Uniper“, es geht um die Einleitung des Abwassers in das Eon-Leitungsnetz. Trotzdem, Zeitler ist zuversichtlich: „Noch im Mai wollen wir mit den Fundamenten starten. Die Unterkunft ist Ende August bezugsfertig.“ 

Inzwischen hat Bürgermeister Kemmelmeyer eine mobile Kläranlage vorgeschlagen: „Ich rücke nicht davon ab, dass die Unterkunft im August in Betrieb geht“, sagt er. Aber auch Zeitler bedauert die Verzögerungen: „Wir wollten ein Pilotprojekt machen. Die Unterföhringer haben die Pläne sehr gut aufgenommen. Schade, dass es so lange auf sich warten lässt.“

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