Darf bleiben: Eigentlich sollte das Fertighaus an der Straßäckerallee maximal fünf Jahre als Provisorium dienen.
+
Das Fertighaus an der Straßäckerallee wird nach dem Auszug der Grundschüler ein großes integratives Kinderhaus.

Interims-Kita an der Straßäckerallee 15 wird zur festen Einrichtung für Krippe und Kindergarten umgebaut

Die große Rochade: Integratives Kinderhaus zieht an der Straßäckerallee ein

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
    schließen

Die Interims-Kita an der Straßäckerallee 15 in Unterföhring wird umgebaut und dann die Heimat eines integrativen Kinderhauses mit acht Gruppen. Zuvor stehen für einige Awo-Kindereinrichtungen Aus-, Ein- und Umzüge an.

Unterföhring – Das Kinderhaus an der Straßäckerallee wurde als Fertigbau aus Modulen errichtet. Eigentlich war der schlichte Bau als Zwischenlösung gedacht. Am Donnerstag beschloss der Gemeinderat einstimmig, dass der Flachbau eine feste Adresse der Unterföhringer Kinderbetreuung und die Heimat für ein integratives Kinderhaus mit vier Krippen- und vier Kindergartengruppen wird. Allerdings stehen bis September erst Umbauarbeiten für rund zwei Millionen Euro an sowie zahlreiche Ein-, Aus- und Umzüge.

Schulkinder ziehen zum Schulcampus um

Sachgebietsleiterin Andrea Mahner stellte dem Gemeinderat das Konzept vor. Die Sitzung leitete für den erkrankten Ersten Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) der Zweite Bürgermeister Manuel Prieler (PWU). Mahner erklärte die Rochade mehrerer AWO-Einrichtungen, die in vielen Schritten vollzogen wird. Wenn im Mai die Grundschule auf dem neuen Schulcampus bezugsfertig ist, siedeln auch Hort und Mittagsbetreuung von der Straßäckerallee an die Mitterfeldallee um. Dann beginnen die Umbauarbeiten im gelb-weißen Kinderhaus. Künftig gibt es einen Westflügel, einen Mitteltrakt und einen Ostflügel. Zunächst ist der Ostflügel noch das Ausweichquartier der Mittagsbetreuung, die aus dem alten Hort an der Schulstraße ausgelagert ist, bis dort der Hort-Neubau fertig ist. An der Schulstraße haben Abriss- und Bauarbeiten aber noch nicht begonnen: „Wir sind dabei, das Planerteam aufzustellen“, informierte Bauamtsleiter Lothar Kapfenberger.

Krippe an der Föhringer Allee zieht an die Straßäckerallee

Die zwei Kindergartengruppen – die Löwen und die Gummibären – die es bereits an der Straßäckerallee 15 gibt, werden im Ostflügel bleiben. Sie bekommen im September Gesellschaft von den 18 Krippenkindern aus der Föhringer Allee, die im Westflügel eine neue Bleibe finden. Ihr Haus an der Föhringer Allee 13 wird mittelfristig dem neuen Rathaus in der Ortsmitte weichen und steht bis dahin leer, wie Kapfenberger auf Nachfrage von Sabine Fister (SPD) sagte. Im Ostflügel bleiben, mehrere Gruppenräume frei, bis es wieder Bedarf für ein Ausweichquartier gibt, wenn das Kinderhaus Römerweg neu gebaut wird.

Platz für Neues

Das ursprüngliche Provisorium an der Straßäckerallee 15 soll rundherum aufgewertet werden. Die Außenanlagen werden um neue Spielgeräte – auch für Integrationskinder – bereichert. Im Erdgeschoss sind Terrassen geplant. „Der sehr große Garten bietet Platz für Neues, es soll aber auch Platz frei bleiben, damit die vielen Kinder Auslauf haben“, informierte Architekt Ralf Hall. Er erklärte auf Nachfrage von Marianne Rader (CSU), dass im Inneren sechs Meter lange Wände – teils nur 40 Zentimeter – verschoben werden, um die vorgeschriebenen Raumgrößen nachzuweisen. Offen ist, wann die Betriebserlaubnis vom Kreisjugendamt kommt, zwei bis drei Monate dürfte es dauern. Parallel wird der Bebauungsplan geändert, wie Thomas Weingärtner (SPD) anmerkte, ist das Grundstück noch immer für Wohnbebauung vorgesehen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare