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Der Kreisel an der Allguth-Tankstelle hat schon jetzt einen Durchmesser von 60 Metern. 

Kreisel an der M3

Rolle rückwärts am Kreisel

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Unterföhring - Zurück auf Start heißt es in Unterföhring für die Umbaupläne am Kreisel, der die M3 mit der Dieselstraße verbindet. Die CSU-Fraktion hat mit einem ungewöhnlichen Vorstoß das laufende Projekt, das von Verkehrsgutachtern entwickelt wurde, durchkreuzt.

Für ein besseres Ergebnis nimmt die Fraktion sogar Verzögerungen in Kauf. „Wir sind der Meinung, dass der Kreisel zu groß wird“, begründete Fraktionssprecher Manfred Axenbeck die Rolle rückwärts. Schon jetzt hat der Kreisverkehr einen Durchmesser von 60 Metern. Der Gemeinderat hatte im April beschlossen, durch zusätzliche Bypass-Spuren den Verkehrsfluss im Gewerbegebiet östlich der S-Bahn, in dem rund 20 000 Menschen arbeiten, zu entzerren. Mit 15:10 Stimmen wurde die Planung der beauftragten Verkehrsexperten schließlich am 13. April beschlossen.

CSU: Vergrößerung wäre überdimensioniert

Doch die CSU war nicht überzeugt, besichtigte mehrere große Kreisverkehre und skizzierte eine Modifikation. Vorbild ist dabei ein Kreisverkehr in Traunstein, der zwei Bundesstraßen verbindet. Der Vorteil: „Es ist kein zusätzlicher Grundstückserwerb notwendig“, sagte Zweite Bürgermeisterin Betina Mäusel (CSU). 

„Der Antrag spricht mir aus dem Herzen, der Kreisel ist überdimensioniert“, stimmte Andreas Post (SPD) zu, und Jutta Schödl schloss sich an: „Der Kreisel ist so groß, dass die Fahrer gar nicht wissen, wie sie fahren sollen.“ 

Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) hielt dagegen: Experten hätten die CSU-Variante geprüft und keine Verbesserung der jetzigen Leistungsfähigkeit erkennen können. Auch das Staatliche Bauamt Freising habe kritisiert, dass die Ein- und Ausfädelspuren zu eng seien. Dieses Problem gebe es auch beim Traunsteiner Kreisel, berichtete Kemmelmeyer, das habe das Staatliche Bauamt Traunstein auf Nachfrage bestätigt. Bauamtsleiter Lothar Kapfenberger erklärte: „Nicht die Fahrzeuge im Kreisel sind das Problem, sondern die ankommenden.“ Der Bürgermeister warnte zudem, die CSU-Variante könne nicht unter laufendem Verkehr gebaut werden. Am Ende der Debatte kippte die Mehrheit mit 16:8 jedoch das bisherige Konzept. Mäusel versicherte: „Wir wollen selbstverständlich unseren Ansatz mit den Fachplanern diskutieren und ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept erarbeiten.“

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