12 Meter hoch stapeln sich die Filmrollen im Lager.
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12 Meter hoch stapeln sich die Filmrollen im Lager.
Der Gründer: Leo Kirch im Jahr 2002.
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Der Gründer: Leo Kirch im Jahr 2002.
Chef Ludwig Schäffler.
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Chef Ludwig Schäffler.
Der Regieraum mit Monitorwand.
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Der Regieraum mit Monitorwand.
Frank Rohlfing am Filmscanner.
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Frank Rohlfing am Filmscanner.
12 Meter hoch stapeln sich die Filmrollen im Lager.
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12 Meter hoch stapeln sich die Filmrollen im Lager.
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12 Meter hoch stapeln sich die Filmrollen im Lager.

Rundgang im Film-Tresor von Leo Kirch

Die Schatztruhe des Medienparks

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150.000 Filmrollen für 1000 Kunden weltweit: Das früheren Filmlager von Leo Kirch ist jetzt ein Service-Center - und das Herzstück des Medienparks Unterföhring.

Unterföhring – Das Filmlager in Unterföhring ist vielleicht die Keimzelle, auf jeden Fall aber ein Herzstück des Unterföhringer Medienparks. An der Betastraße 1 erbaute Leo Kirch 1982 einen Film-Tresor, in dem der Medienunternehmer seine Filmbibliothek unter Verschluss hielt – und die mit über 10 000 Spielfilmen und Serien Europas größter Filmbestand war.

Zwölf Meter hohe Regale fassen Hunderttausende von Filmrollen. Heute ist das Filmlager ein Service-Unternehmen, das empfindliches Zelluloid von mehr als 1000 Kunden weltweit verwahrt. Kirch hat das Filmlager als speziellen Anbau errichtet. „Es gibt viele Sicherheitsvorkehrungen und ist speziell isoliert. Herr Kirch hat alles in Perfektion gemacht“, sagt Caroline Jochner.

Sie verwaltet das Lager und achtet mit ihren Kollegen streng darauf, dass Luftfeuchtigkeit und Temperaturen optimal sind für das empfindliche Material aus Polyester oder Acetat, auf dem unwiederbringliches Kulturgut aus über acht Jahrzehnten festgehalten ist. Der frühe Tonfilm „Elisabeth von Österreich“ aus dem Jahr 1931 ist der älteste Film in den Hochregalen. Kunstwerke lagern neben Serien oder Dokumentarfilmen. Die Komödie „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann aus dem Jahr 1944 wird hier neben 150 000 anderen Filmrollen aufbewahrt, ebenso wie „Der Name der Rose“, „Das Parfüm“ und amerikanische Blockbuster.

Sämtliches Material erfasst Jochner in einer Datenbank, Experten machen einen technischen Befund am Schneidetisch: Ist ein Film in einem schlechten Zustand, bietet das Lager die Aufarbeitung und Rettung des Materials an. In einem Scan-Raum im Hauptgebäude digitalisiert Frank Rohlfing von der Schwester-Firma Cinepostproduction einen Kinofilm. Er streift weiße Baumwollhandschuhe über, bevor er sich dem Scanner nähert, in dem Bild für Bild hochauflösend digitalisiert und konserviert wird.

In seinen Firmen Filmlager, Cinepostproduction und MTI Teleport München, die im gleichen Gebäude sitzen, beschäftigt Ludwig Schäffler über 180 Mitarbeiter. Er hat mit der MTI als Satellitentechnik-Dienstleister einst für die Kirch-Gruppe gearbeitet und „sehr viel im Hause Kirch gelernt, das damals in Deutschland technologisch sehr weit vorne war“.

Im fünften Stock des schmucklosen Gebäudes ist noch heute das Besprechungszimmer von Leo Kirch erhalten. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Eine mit Schnitzereien verzierte Holzschrankwand mit zwei geschwungenen Türen verleiht dem Raum in dem sonst so sachlichen Ziegelgebäude eine gewisse Behaglichkeit. „Neulich war ein Filmteam da, das einen Dokumentarfilm über Kirch dreht“, erzählt Schäffler. Wie die Vorbesitzer hat auch er die Räume im obersten Stockwerk so gelassen, wie sie waren. Drei oder vier Mal habe er den öffentlichkeitsscheuen Leo Kirch persönlich getroffen, dessen Lebenswerk nach der Insolvenz alles andere als zerstört ist. Seine einstigen Firmen, allen voran der Sender Prosiebensat 1 und Sky (ehemals Premiere) ein paar hundert Meter entfernt, sind mit neuen Eigentümern aus der Pleite hervorgegangen und machen Unterföhring zum prosperierenden Standort mit über 20 000 Arbeitsplätzen.

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