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Immer mehr Details

Schießerei in Unterföhring: Das wissen wir über den Täter

Nach der Bluttat in Unterföhring ist bisher nur wenig über den Täter bekannt. Wir haben das Wichtigste für Sie zusammengefasst.

Unterföhring - Wer ist der Täter von Unterföhring? Laufend werden neue Details über den Mann bekannt, der das ganze Magazin eines Münchner Polizisten leer schoss und dessen Kollegin (26) dabei schwerst verletzte. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Es handelt sich um einen 37-jährigen Deutschen.
  • Er ist in Oberbayern geboren.
  • Er war zuletzt an keinem Wohnsitz gemeldet, das bedeutet aber nicht, dass er obdachlos ist.
  • Er wurde 2014 wegen Besitz einer Kleinmenge an Cannabis verhaftet
  • Damals gab er als Beruf „Elektriker“ an.
  • Die Polizei ermittelt derzeit weitere Details der Identität des Mannes.
  • Ein in Unterföhring gefundener Personalausweis, von dem ein Foto im Netz kursiert, gehörte definitiv nicht dem Täter.
  • Die Hintergründe der Tat sind weiter unklar.
  • Bisher war noch keine Befragung möglich.

Das wissen wir über den Täter

Laut neuesten Informationen der Polizei München handelt es sich bei dem Täter um einen 37-jährigen Deutschen. Er ist in Oberbayern geboren. Da er offenbar keinen festen Wohnsitz hat, sei er auch nirgends nach dem Meldegesetz angemeldet. Dies bedeute jedoch nicht, so die Polizei, dass er auch obdachlos ist, es sei durchaus möglich, dass er trotzdem irgendwo eine Bleibe habe. Derzeit ist die Polizei noch mit der Abklärung seines Wohnortes beschäftigt.

Verhaftung im Jahr 2014

Der Mann ist nicht im klassischen Sinne polizeibekannt, aber er hat der Polizei schon einmal Arbeit bereitet. 2014 ist er mit einer kleinen Menge Cannabis erwischt worden. Es handelte sich allerdings um eine Kleinstmenge, bei der die Polizei von Eigenbedarf ausgeht. Ob er zum Tatzeitpunkt unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand, konnte noch nicht festgestellt werden.

Im Rahmen der Verhaftung vor drei Jahren seien auch die damaligen persönlichen Daten des Täters erfasst worden, so die Polizei. Damals habe er als Beruf „Elektriker“ angegeben. Ob diese, rein freiwillige, Angabe jedoch stimmt, ist ungewiss.

Ausweis gehört nicht dem Täter

Die Polizei hat nach eigenen Angaben keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Auch gibt es nach aktuellem Ermittlungsstand keine Anzeichen für weitere Täter. 

Weiterhin betonte die Polizei ausdrücklich, dass ein in Unterföhring gefundener Personalausweis, von dem ein Foto im Netz kursiert, definitiv nicht dem Täter gehört. Vielmehr gehört der Ausweis einem Mann, der Zeuge der schrecklichen Geschehnisse geworden ist. 

Das passierte in Unterföhring

Bei dem eskalierten Polizeieinsatz hatte der 37 Jahre alte Mann am S-Bahnhof in Unterföhring bei München eine Polizistin mit einem Kopfschuss lebensbedrohlich verletzt. Die Polizei war zuvor zu einem massiven Streit zwischen mehreren Personen gerufen worden. Drei weitere Menschen wurden verletzt, darunter auch der Angreifer, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Warum der Mann um sich schoss und was der Anlass des Streits war, bleibt weiter schleierhaft. Der Täter wird derzeit im Krankenhaus operiert, daher war noch keine Befragung möglich.

Mehr Informationen finden Sie hier im Live-Ticker

hs mit Material von dpa und afp

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