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Die Schüler des Geburtsjahrgangs 1934/35. Alle Namen konnten noch ermittelt werden.

Heimatmuseum Feringer Sach

Schul-Ausstellung: Jungbrunnen für alteingesessene Unterföhringer

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Unterföhring – Es ist mehr als 50 Jahre her und hat sich überdies im fernen Nordrhein-Westfalen abgespielt – und dennoch erinnert sich Angelika Hillen noch gut an ihren ersten Schultag. An den schicken Ranzen aus grauem Nappaleder, den sie zu Weihnachten bekommen hatte. An das Sonntagsgewand, das das Mädchen zur Feier des Tages trug. Und natürlich an ihre Schultüte – darin Federmäppchen und Schulmaterial, aber auch Orangen und Bonbons.

„Ich habe sogar noch ein Foto von mir mit Schultüte“, sagt die Rektorin der Unterföhringer Grundschule und grinst. „Das hätte auch gut hierher gepasst.“ Angelika Hillen meint damit die neue Ausstellung im Heimatmuseum Feringer Sach, zu deren Eröffnung die Schulleiterin erschienen ist. Die Schau trägt den Namen „Schule früher – in Unterföhring und anderswo“ und wird nostalgische Gefühle wecken.

Alte Klassenfotos begeistern

In liebevoller Kleinarbeit haben die Macher der Ausstellung den Schulalltag von früher nachgestellt. Die Palette reicht von den mit tadelloser Schönschrift geführten Heften des Unterföhringers Rudi Lederer bis zu einer hölzernen Schulbank samt Tischchen aus dem Jahr 1920. Besonders die Alteingesessenen werden sich für die Klassen- und Lehrerfotos aus dem Ort interessieren – angefangen vom Geburtsjahrgang 1927/28. Entdeckt ein Besucher darauf ein bekanntes Gesicht, soll er umgehend im beiliegenden Ordner den Namen eintragen.

Fahndung nach vergessenen Namen

Spannend ist auch die Schulgeschichte des Orts, die Birgit Kullmann vom Museumsverein bei der Eröffnung umreißt. So seien die Kinder bis Anfang des 20. Jahrhunderts nach Oberföhring zur Schule gegangen; zunächst in die Klosterschule St. Emmeram, später ins Schulhaus in der Muspillistraße. 1902 seien die Unterföhringer erstmals in ihrer Heimatgemeinde unterrichtet worden, in einem Gebäude in der Kanalstraße, in dem sich heute ein Wohnhaus befindet. „Da gab’s bloß zwei Klassenzimmer und dazu eine Lehrerwohnung“, erzählt Birgit Kullmann. 

Neues Gymnasium geplant

Drei Jahre später wurde die erste Schule im Ort gebaut, in der Bahnhofstraße, wo sich bis heute eine Grundschule befindet. In diesem Gebäude arbeiteten nicht nur Schüler und Lehrer, sondern auch die Angestellten der Gemeinde – bis diese 1975 ins neue Rathaus umzogen. Seit gut zehn Jahren ist die Schule an der Bahnhofstraße nur noch eine Grundschule; auf rund 500 Kinder ist die Schülerzahl gestiegen. Weil das Gebäude damit an seine Grenzen stößt, plant die Kommune den Bau einer zweiten Grundschule; überdies soll in Unterföhring ein neues Gymnasium für 1000 Schüler entstehen. 

All das ist in der Ausstellung natürlich kein Thema. Hier geht’s ums Schwelgen in der Vergangenheit, was der Dritte. Bürgermeister Johann Zehetmair (PWU) bei der Eröffnung sogleich tut. „An den ersten Schultag hat wahrscheinlich jeder irgendwelche Erinnerungen“, sagt er. „Ich bin damals an der Hand der Eltern zur Schule gegangen – und mir war schon ein bisschen mulmig."

Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Schule früher – in Unterföhring und anderswo“ ist bis Ende November im Heimatmuseum Feringer Sach zu sehen. Geöffnet mittwochs von 16.30 bis 19 Uhr sowie am ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr. Eintritt frei. Darüber hinaus lädt der Museum- und Heimatverein am Samstag, 17. September, von 11 bis 16 Uhr in sein Depot in der Gaußstraße ein. Dort lagern zahlreiche Exponate, die aus Platzgründen nicht im Museum ausgestellt sind. Ein Shuttlebus bringt die Besucher jeweils zur vollen Stunde vom Museum zum Depot.

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