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Der Haushalt in diesem Jahr wächst um rund neun Millionen..

Finanzen

Selbst Unterföhring muss vorsichtig haushalten

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Mehr ausgegeben, weniger eingenommen: In Unterföhring war ein Nachtragshaushalt fällig. Noch ist das kein Problem, aber der Bürgermeister prophezeit einen „Einbruch“ in den kommenden Jahren.

Unterföhring – Die Unterföhringer Kämmerei hat heuer einige Turbulenzen erlebt. Mindereinnahmen und Mehrausgaben führen dazu, dass ein Nachtragshaushalt nötig wird, den der Gemeinderat einstimmig beschloss. Das gesamte Haushaltsvolumen für 2020 liegt bei rund 273 Millionen Euro, und damit rund neun Millionen über dem Gesamtvolumen, das Anfang des Jahres mit 264 Millionen Euro beschlossen worden war.

Aufgrund der Pandemie erhöht sich der Verwaltungshaushalt um 2,6 Millionen auf 116,1 Millionen Euro. Grund dafür ist vor allem, dass die Gewerbesteuern nur Einnahmen von 51 Millionen Euro erzielen, statt der ursprünglich eingeplanten 70 Millionen. Es habe etwa 480 Gewerbesteuerausfälle gegeben, berichtete Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer. Trotz des Einbruchs zeige sich, „dass wir mit unserer Gewerbestruktur richtig aufgestellt sind“, weil man Standbeine in verschiedenen Branchen hat. „Ich gehe aber davon aus, dass wir im kommenden Jahr einen starken Einbruch im gesamten Landkreis erleben.“ Es gelte, „lieber vorsichtig zu planen“.

Beim Schulcampus werden zehn Millionen nachgeschoben

Der Freistaat gewährt Kommunen zur Stabilisierung ihrer Finanzen eine Sonderzuweisung. Unterföhring dürfte nach dem Berechnungsschema eine Zahlung von 21 Millionen erhalten. Insgesamt stehen aber nur 2,4 Milliarden zur Verfügung, um die Kassen der bayerischen Kommunen aufzufüllen. Sollte das Geld nicht reichen, „wird anteilig gekürzt“, erklärte Kemmelmeyer. Allerdings muss Unterföhring diesmal auf der anderen Seite auch weniger Gewerbesteuerumlage zahlen, die verringert sich auf rund 3,5 Millionen. Der Vermögenshaushalt erhöht sich um 5,7 Millionen auf etwa 157 Millionen Euro.

Hier können bereits einkalkulierte Ausgaben zurückgenommen werden, das betrifft das Rathaus, den Bau des Feuerwehrhauses, den Bauhof in der Birkenhofstraße und die Liegenschaften in der Isarau. Hier werden erst in den nächsten Jahren Kosten anfallen. Im Gegenzug fallen andere Ausgaben höher aus als geplant: Das gilt für den Feststadl, d die Gemeindestraßen und für das Parkhaus an der Diesel- und Betastraße.

Bei den Kosten für den Schulcampus werden zehn Millionen nachgeschoben. Es gelte aber nach wie vor der Kostenrahmen von 162 Millionen Euro, betonte Kemmelmeyer, die überplanmäßigen Zahlungen wären erst im Jahr 2021 eingeplant, würden aber jetzt schon fällig.

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