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Das Gebäude des Senders Sky in Unterföhring

"Beißender Geruch und körperliche Beschwerden"

Sender Sky in Unterföhring: 300 Mitarbeiter evakuiert

München - Aufregung beim Medienunternehmen Sky in Unterföhring: Am Mittwochabend hatten sich giftige Dämpfe über die Klimaanlage im Haus verteilt. Mehrere Mitarbeiter mussten ins Krankenhaus.

Schrecksekunde bei Bezahlsender Sky: Aufgrund von gesundheitsschädlichen Dämpfen im Gebäude mussten rund 300 Mitarbeiter aus dem Hauptgebäude in der Medienallee evakuiert werden. Elf Personen wurden mit Atembeschwerden ins Krankenhaus gebracht.

Die Evakuierung sorgte für massive Störungen im Sendeablauf des Bezahlsenders. Auf dem Sender „Sky Sport News HD“ lief für vier Stunden eine Dauerschleife. Ab 20 Uhr wurde dann, außerplanmäßig, das DFB-Pokal-Spiel zwischen Berlin und Dortmund übertragen. Der reguläre Sendebetrieb konnte ab 20.15 Uhr wieder aufgenommen werden.

Beißender Geruch in allen Räumen - 300 Mitarbeiter evakuiert

Was war passiert? Im Zuge von laufenden Dachisolierungsarbeiten gelangen gegen 16.30 Uhr Dämpfe eines Dichtungsmittels in den Lüftungsschacht. „Die Dämpfe sind angesaugt worden und durch die Klimaanlage ins Gebäude gelangt“, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr.

Daraufhin klagten mehrere Mitarbeiter im Studio des Senders „Sky Sport News HD“ über einen beißenden Geruch und körperliche Beschwerden. „In diesem Raum herrscht aufgrund der Geräte eine besondere Belüftung“, erklärte ein Sky-Sprecher.

Das gesamte Sendehaus musste evakuiert werden, rund 300 Mitarbeiter legten ihre Arbeit nieder. Der alarmierte Rettungsdienst untersuchte 31 Personen, die über teilweise starke Reizungen der Atemwege klagten. Elf von ihnen wurden anschließend zu einer toxikologischen Untersuchung in das Klinikum Rechts der Isar transportiert. „Die Mitarbeiter waren kurze Zeit unter Beobachtung und durften dann wieder nach Hause“, berichtete der Sky-Sprecher.

Ein Angestellter noch im Krankenhaus

Ein Sky-Angestellter soll noch im Krankenhaus sein. Von Seiten des Pay-TV-Anbieters hieß es aber, dass dies nicht zwingend im Zusammenhang mit den Vorfällen in Unterföhring stehe. Mit dem Rettungsdienst traf auch der ABC-Spürtrupp der Feuerwehr ein. Dieser führte Messungen im gesamten Gebäude durch. „Es wurden aber keine gesundheitsgefährdenden Werte gemessen“, erklärte Sky. Nach Durchlüftung des Gebäudes konnten alle Mitarbeiter gegen 20.30 Uhr wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

Michael Hoffmann

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