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10 000 Euro überreicht der Flughafenverein, vertreten durch Vorsitzenden Thomas Bihler, beim Erich-Greipl-Gedächtnisturnier an Albert Bauer, Inspektionsleiter in Ismaning, für die junge Polizistin, die nach der Attacke am S-Bahnhof Unterföhring im Koma liegt, und für ihre Familie. 

Große Betroffenheit 

Spenden für angeschossene Polizistin

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Für die junge Polizeikommissarin, die bei einem Einsatz in Unterföhring in den Kopf getroffen worden ist, und für ihre Familie sind Spenden eingegangen.  

Unterföhring –Ihr Zustand bleibt extrem kritisch. Die junge Polizeikommissarin, die bei einer Schießerei am S-Bahnhof Unterföhring von einem Projektil in den Kopf getroffen wurde, wird möglicherweise nicht mehr aus dem Koma aufwachen. Albert Bauer, Leiter der Ismaninger Polizeiinspektion, nahm am Samstag beim Erich-Greipl-Gedächtnisturnier in Ismaning Spenden für die Familie der 26-Jährigen entgegen und deutete an, dass es nicht gut um die junge Frau aussieht: „Wir müssen erleben, dass auch die moderne Medizin an ihre Grenzen gelangt. Aber unsere Polizistin kämpft noch um ihr Leben.“

Die junge Kommissarin arbeitete in der Inspektion Ismaning und war am Tattag mit ihrem Kollegen zu einem, wie es schien, Routineeinsatz in der Flughafen-S-Bahn gerufen worden. Dort war der psychisch kranke Alexander B. (37) auf einen Fahrgast losgegangen, die Rangelei eskalierte völlig unerwartet.

Die Familie der Gastgeberin des Ismaninger Benefizturniers, Saskia Greipl-Konstantinidis, und der Münchner Rechtsanwalt Stavros Konstantinidis spendeten 5000 Euro für die Familie der Polizistin. Schauspieler Francis Fulton Smith, der in Ismaning lebt und eine Autogrammstunde gab, legte noch 1000 Euro drauf. Mit bewegter Stimme verkündete er: „Wir sollten alle dankbar sein für den Mut der Polizei, die für uns Bürger schützend ihren Kopf hinhält.“

Auch Flughafenverein spendet

Für die schwer verletzte Beamtin und ihre Familie spendete auch der Flughafenverein München: 10.000 Euro nahm der Ismaninger Dienststellenleiter Albert Bauer über Sternstunden e.V. vom Vorsitzenden Thomas Bihler entgegen.

Seine Anteilnahme hatte vor ein paar Tagen auch Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer ausgedrückt. Die Tat habe ihn „zutiefst geschockt“, sagte er zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung: „Wir stehen alle noch unter dem Eindruck der grausamen Schießerei. Die sinnlose und schreckliche Tat hat innerhalb von Sekunden für viele Beteiligte das Leben verändert.“ Er sandte beste Genesungswünsche an die Polizistin und die weiteren Verletzten – zwei Passanten waren an Arm und Bein getroffen worden – , ebenso an alle beteiligten Einsatzkräfte. „Und an alle, die Zeugen der Wahnsinnstat geworden sind.“ Er wünschte ihnen, dass sie das  Erlebte  verarbeiten können.

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