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Das Sportzentrum wird saniert.

Unterföhring lehnt ab

Sportzentrum: Teure TSV-Wünsche

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Die Sanierung läuft top. Nur die Wünsche der TSV-Turner für den Sportpark schmecken der Gemeinde gar nicht.

Unterföhring – Am 1. August soll das Sportzentrum in Unterföhring wieder geöffnet sein. Zehn Wochen  bleiben für den Innenausbau. Umstritten sind allerdings die nicht gerade bescheidenen Forderungen der Turner des TSV Unterföhring. Der neue Vorstand unter Florian Schmitt bittet um die Neuanschaffung von Sportgeräten im Wert von 153 000 Euro. Vorgesehen sind im Kostenbudget allerdings nur 15 000 Euro, um Turngeräte zu ersetzen.

Wenig Verständnis für Wünsche

Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) und der Gemeinderat haben für die erheblichen Forderungen wenig Verständnis, denn die Turnabteilung des TSV verfügt bereits über eine großzügige Gerätturnhalle. „So eine Halle ist wohl einmalig in ganz Deutschland“, sagt Kemmelmeyer. Barren, Reck, Ringe und viele weitere Übungsstationen bleiben stehen am Turn-Stützpunkt, für den eine der drei Hallen im Sportzentrum reserviert ist. Das zeitaufwendige Auf- und Abbauen entfällt somit für die Athleten.

Der Innenausbau in der Dreifachturnhalle läuft.

Auf der Wunschliste, die der TSV im Rathaus abgegeben hat, stehen neben diversen Geräten für den Kraftsport für insgesamt 86 000 Euro, Neuanschaffungen für die männlichen Turner, die vor Kurzem in die dritte Bundesliga aufgestiegen sind. Hier geht es um insgesamt 63 000 Euro für Geräte, so Kemmelmeyer, über die der TSV offenbar schon verfügt. Die Doppelbeschaffung lege den Eindruck nahe, dass die Burschen die neuen Geräte in der Dreifachturnhalle aufbauen wollen. „Aber dass die Dreifachturnhalle dem Breitensport entzogen wird, kommt nicht in Frage“, stellte Kemmelmeyer klar. „Ich möchte nicht, dass wir hier ein Paralleluniversum aufbauen.“ Die Burschen sollten sich in der Gerätturnhalle mit den Turnerinnen arrangieren.

Kein „Paralleluniversum“

Der Bürgermeister kündigte an, mit dem neuen Vorstand ein Gespräch zu führen und den tatsächlichen Bedarf zu klären. Man werde die eingelagerten Geräte sichten. „Was kaputt ist, wird neu gekauft. Aber wir schaffen nicht alles parallel an.“ Das gelte auch für die Ausstattung des Kraftraums. „Die Ringer haben ja schon einen sehr gut ausgestatteten Kraftraum.“

Die gewünschten Neubeschaffungen für die Turnerinnen in Höhe von 4000 Euro hält Kemmelmeyer dagegen für „sinnvoll“. Die restlichen 149 000 Euro werde man aber „nicht einfach durchwinken“, stellte er klar. Zustimmung erhielt er von den übrigen Gemeinderatsfraktionen.

Einstimmig genehmigte der Gemeinderat die Nutzerwünsche, wie Fahrradständer (2500 Euro), die Ausstattung des Tennis-Clubraums (33 438 Euro) oder die Sportgeräte für die Turnerinnen für 4000 Euro.

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