Entwurf für das neue Unterföhringer Feuerwehrhaus, das Büro Kplan hat einen lang gestreckten Baukörper mit hinterlüfteter Ziegelfassade entworfen und den Architektenwettbewerb gewonnen.
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Das neue Unterföhringer Feuerwehrhaus soll östlich der Münchner Straße, westlich der Straßäckerallee errichtet werden. Das Büro Kplan hat einen lang gestreckten Baukörper mit hinterlüfteter Ziegelfassade entworfen und den Architektenwettbewerb gewonnen.

Gemeinderat beschließt wenige Einsparungen

Streichliste wird immer kürzer

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Der Neubau der Unterföhringer Feuerwache am südlichen Ortseingang wird immer konkreter. Mit fortschreitender Planung sind aber auch die Kosten erheblich gestiegen. Der Gemeinderat hat acht Fachplaner befragt, um Kosten zu sparen. Gebracht hat es nicht viel.

Unterföhring – Die neue Unterföhringer Feuerwache soll im November 2022, spätestens aber im Frühjahr 2023 fertig sein. Dann können Kommandant Michael Spitzweg und seine Mannschaft aus der Ortsmitte an den südlichen Ortsrand umziehen. Noch haben die Bauarbeiten nicht begonnen, doch die Kosten sind schon um fünf Millionen Euro gestiegen. Für Fahrzeughalle, Büros, Schulungsräume, Werkstätten, Wohnungen und Tiefgarage waren 17,5 Millionen grob kalkuliert. Jetzt mussten die Planer diese erste Zahl korrigieren: Der detaillierte Vorentwurf landete bei geschätzten 22,7 Millionen Euro.

Gebäude ist beim Planen größer geworden

Der Gemeinderat hat in einer langen Sondersitzung nach Einsparmöglichkeiten gesucht und „eine ganze Armada von Planern“ eingeladen, wie Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) sagte. Zuvor hatten Experten und Kommandant eine Streichliste erstellt: 788 760 Euro hätten die Reduzierungen gebracht. Am Ende entschied sich aber der Gemeinderat lediglich zu Einsparungen von 264 000 Euro.

Neun Wohnungen in Holzbauweise auf dem Dach

Das lang gestreckte Gebäude mit Klinkerfassade an der Münchner Straße ist nun nach dem aktuellen Baukostenindex berechnet, aber es wurde im Planungsprozess auch größer: Es hat 1700 Quadratmeter mehr, als der ursprünglich geforderte Raumbedarf. Ein Bereitschaftsraum und Lagerräume kamen dazu, die Umkleiden und Spinde wurden größer, ebenso die Küche. Die Grundrisse der Wohnungen wurden an den Bedarf der Kameraden angeglichen: Statt elf kleinerer Wohnungen werden neun Wohnungen unterschiedlicher Größe in Holzbauweise auf das Flachdach gesetzt.

Lehmboden und großflächige Versiegelung erschweren das Versickern des Regenwassers

Die Tiefgarage hat das Büro Kplan mit einer Höhe von 3,5 Meter geplant, damit auch Feuerwehrautos dort geparkt werden können. Eine Reduzierung der Höhe hätte zwar 245 000 Euro eingespart und der Verzicht auf einige Stellplätze nochmals 105 000 Euro. Doch hier war man sich einig, dass Sparen an dieser Stelle „der verkehrte Weg“ sei, wie Thomas Weingärtner (SPD) sagte. Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) betonte: „Wir planen ein langfristig funktionierendes Gebäude.“ Auch auf die Einbruchmeldeanlage (31 000 Euro) will man nicht verzichten und auch nicht auf einen dritten Arbeitsplatz in der Funktechnik (14 300 Euro).

Thomas Weingärtner hätte sich vorstellen können, die automatische Lüftung in Büros und Schulungsraum zu streichen, doch die empfahl das Ingenieurbüro Bauer wiederum sehr. Auch ein umweltfreundliches Biodiversitätsdach kostet 7000 Euro mehr als ein Gräserdach, doch der Gemeinderat hält die insektenfreundliche Bepflanzung für sinnvoll. Ohnehin ist ein Großteil des Lehmbodens versiegelt, weswegen Schächte und Behälter zur Regenwasserversiegelung nötig sind, allein die Versicherungstechnik hat die Kosten um zwei Millionen erhöht.  

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