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„Junges Bürgerhaus“: Anschi Prott will Jugendliche vom Haus und vom Theater begeistern.

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Theaterprojekt für Jugendliche in Unterföhring

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Unterföhring - „Junges Bürgerhaus“ – so heißt ein neues Angebot in Unterföhring. Es möchte Jugendliche fürs Theater begeistern. Einerseits als Zuschauer, andererseits durch eigenes Ausprobieren und Experimentieren.

Eine Gruppe, ein Stück, zwölf Monate: So ist die Idee. Jugendliche und junge Erwachsene können ab September Teil eines spannenden Theaterprojekts werden. Geleitet wird es von Anschi Prott. Sie ist Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin. Seit 19 Jahren lebt die 49-Jährige in Unterföhring. Und sie brennt für die Idee, mit einer jungen Truppe ins Gespräch zu kommen, ein Ensemble zu formen und ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen.

Ein Jahr lang will sie mit den Darstellern „Die Welle“ von Morton Rhue einstudieren. Am Ende steht die Aufführung: Für September 2017 ist die große Bühne im Bürgerhaus mehrmals reserviert. Die Anmeldung läuft, 15 Jugendliche haben sich schon gemeldet. Dabei haben Anschi Prott und das Kulturamt bisher kaum für das „Junge Bürgerhaus“ geworben.

Angelehnt an Projekt im Residenztheater

„Das Projekt ist angelehnt an die Theaterpädagogik am Residenztheater“, sagt Anschi Prott. Dort erlebt der Jugendclub „Junges Resi“ großen Zulauf. „Wir wollen es in einer abgespeckten Form in Unterföhring umsetzten“, erzählt die Theaterpädagogin, die seit Jahren von Schulen engagiert wird und Leiterin des tim-Theaters (Theater ist mehr) ist.

Anschi Prott ist nun als Referentin im Kulturamt für das „Junge Bürgerhaus“ verantwortlich. Denn das theaterpädagogische Angebot soll etabliert werden. Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, Kulturamtsleiterin Barbara Schulte-Rief und der Jugend- und Kulturausschuss sicherten dem „Jungen Bürgerhaus“ sofort die finanzielle Unterstützung zu.

Nicht nur Auswendiglernen

Der Theaterfrau merkt man an, wie sie sich darauf freut, mit den jungen Teilnehmern über das Stück „Die Welle“ ins Gespräch zu kommen. Ihr kommen viele Ideen für Gesprächsansätze: „Wie nehmen Schüler Mobbing und Manipulation wahr? Was haben sie selbst erlebt? Unter welchen Umständen können heute, 2016, totalitäre Strukturen in den Schulen wieder greifen?“ Die jungen Darsteller schlüpfen in Rollen, setzen sich mit Themen auseinander – und geben einem Stück Aktualität. „Dabei lernen sie Schlüsselqualifikationen: das Präsentieren vor großem Publikum und Körperarbeit“, sagt Anschi Prott.

Erstes Treffen

Am Mittwoch, 28. September, findet ein erstes Treffen im Bürgerhaus statt, daran schließen sich vier Schnupperproben an. Wer dann verbindlich mitmachen will, kommt einmal wöchentlich zur Probe. Auch in den Osterferien und in den beiden ersten Augustwochen werden sich die Teilnehmer intensiv mit ihren Rollen befassen, damit das Stück Ende September 2017 bühnenreif ist.

Anmeldung

Wer Teil eines spannenden Theaterprojekts werden möchte, ist am Mittwoch, 28. September, um 17 Uhr im großen Saal des Bürgerhauses willkommen. Infos unter www.buergerhaus-unterfoehring.de, Kontakt: anschi@theateristmehr.de


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