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Harte Verhandlungen am Küchentisch: (v.l.) Stefanie Labrunerie als Bankangestellte Frau Müller, Franz Müller als Vater Alois Hofmeister und Michael Müller als sein Sohn Schorschi Hofmeister.

Laienspielgruppe Unterföhring

Jungbauer zwischen Melken und Massieren

Unterföhring - Wellness oder Milchwirtschaft, massieren oder melken, das ist die Frage in der Komödie „Wellness in Ku(h)wait“ von Toni Lauerer.

 Am Wochenende hat die Laienspielgruppe Unterföhring den lustigen Dreiakter im Bürgerhaus erstmals aufgeführt und viel Beifall geerntet. Jungbauer Schorschi (Michael Müller) hat es nicht leicht. Schließlich will Vater Alois Hofmeister (Franz Müller) seinen Betrieb mit 40 Milchkühen noch nicht an den Sohn übergeben. Zum einen fehlt dem Sprössling die geeignete Frau, zum anderen hat er eine völlig unsinnige Idee im Kopf. Statt weiterhin Milchviehhaltung zu betreiben, will Schorschi den Hof in eine Wellness-Oase umbauen lassen. Bauer Alois hält die Wellness-Bewegung allerdings für einen „Schmarrn“ und will daher auch nicht den für den Umbau notwendigen Kreditvertrag abschließen. Es sein denn, Sohn Schorschi würde einen „Blöden finden, der in das Hirngespinst investiert“. Vater Alois hat aber die Rechnung ohne den Einfallsreichtum von Onkel Hans (Bernhard Kaul) gemacht, der eben erst als Ingenieur aus Kuwait zurückgekehrt ist. Plötzlich tauchen zwei falsche Scheichs auf, von denen zumindest der eine angeblich investieren will, während der andere für eine ganz andere Aufgabe engagiert wurde. Und so sorgen Kurt (Walter Habereder) und Kare (Markus Hohenester) mit ihren Versuchen „scheichisch“ zu sprechen, nicht nur für Verwirrung auf dem Hof, sondern auch für viele Lacher beim Publikum. Zwischen all dem Tumult versucht Knecht Hein (Markus Frey) eine Frau im Internet zu finden und gerät immer wieder mit Fräulein Kunigunde (Anette Groß), die als unbemannter Feriengast auf dem Hof verweilt, aneinander. Nicht zuletzt weckt Bauer Alois bei Ehefrau Fanny (Elisabeth Huber-Grill) längst brachliegende Gefühle bei einer Probemassage. Ob letztlich alle Rechnungen aufgehen, der Kuhstall am Ende der Massageliege weichen muss und was es mit den eher schlecht als recht „scheichisch“ sprechenden Scheichs auf sich hat, bleibt anzuschauen. Spielleiter Utz Paulus hat in bewährter Weise mit „Wellness in Ku(h)wait“ eine turbulente wie vergnügliche Aufführung inszeniert. Neben dem Schauspieleraufgebot vieler „alter Hasen“ gaben diesmal drei neue Ensemblemitglieder ihr Bühnendebüt. So spielte Stefanie Labrunerie die stets leicht gestelzte Bankangestellte Frau Müller und Franziska Grill den Feriengast Melanie. Letztere ist den Freunden der Laienspielgruppe schon aus der Jugendgruppe bekannt. Als großes Talent entpuppte sich Franz Müller, der bei seinem ersten Auftritt gleich die Hauptrolle verkörperte – das aber höchst authentisch und souverän.

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