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Eine Wand allein für ihre Krippe brauchen Martina und Franz Schweiger aus Unterföhring. Einst geerbt, haben sie das Familienstück immer wieder erweitert. Viele Tierfiguren etwa haben sie von Urlaubsreisen mitgebracht.

Unterföhring: Familie Schweiger und ihre sechs Meter lange Weihnachtskrippe

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Unterföhring - In der Adventszeit weihnachtet es in jedem Haushalt auf andere Art und Weise. Vor allem die Krippen sehen ganz unterschiedlich aus. Einige Familien aus Unterföhring haben ihre Weihnachtskrippen in einer Ausstellung im Unterföhringer Pfarrheim St. Valentin gezeigt.

Diese erzählen nicht nur die Weihnachtsgeschichte der Geburt Jesu, sondern allem persönliche Familiengeschichten. Martina (55) und Franz Schweiger (57) sorgten für den Hingucker der Krippenausstellung, denn ihre Weihnachtslandschaft hat mittlerweile eine Länge von mehr als sechs Metern erreicht. Zuhause benötigt die Familie eine eigene Wand für die wohl größte Krippe des Ortes. 

Vor 30 Jahren hatten die Schweigers von ihren Eltern die Krippe geerbt. Vor 20 Jahren bauten sie das gute Stück dann auf etwas mehr als zwei Meter aus. Damals ergänzten sie die Szenerie um Stadtmauern, die heute aber schon wieder Vergangenheit sind. In den vergangenen Jahren setzte das Ehepaar den Traum von einer richtigen Naturkulisse um. Getrocknetes Holz bildet den Hintergrund für die die Szenerie rund um den Stall, die sich mit kürzlich gesammelten Moos im Grünen abspielt. „Im Laufe der Jahre sind dann immer wieder ein paar Tierchen dazu gekommen“, sagt Martina Schweiger. Manche der Zwei- und Vierbeiner etwa sind persönliche Erinnerungen an diverse Urlaubsreisen. So ist eines der Kamele ein Mitbringsel aus einem Tunesien-Urlaub. „Und den Unterföhringer Mohr, den wir einmal geschenkt bekamen, ist nun bei den Heiligen Drei Königen“, sagt Martina Schweiger. Die Tierwelt in dem Schweigerschen Weihnachtskrippenbild reicht von der Ente bis zum Kamel. 

Im erweiterten Familienkreis ist die Krippentour längst zu einer lieb gewonnenen Tradition geworden, wenn jeder einmal einlädt und seine Krippe zeigt. Martina Schweiger hat sich an das Finale vor der wohl pompösesten Krippe des Ortes schon gewöhnt: „Am Ende bleiben sie dann immer bei uns hängen.“ Für Franz Schweiger ist es ein Hobby geworden, diverse Krippen zu sammeln. Er besitzt neben der großen Landschaft auch viele kleinere Szenarien der Geburt Jesu bis herab zu Figuren aus Überraschungseiern. Eine besondere Krippe der Unterföhringer Ausstellung war auch die selbst gebaute der im Jahr 1990 verstorbenen Unterföhringerin Maria Theresia Mecke-Steger. Sie hatte einst die Papprollen von Toilettenpapier genutzt, um mit Pappmache kunstvolle Figuren zu basteln. Entstanden ist auf diese Weise ein besonders liebevoll gestaltetes Szenario, das im katholischen Pfarrsaal ebenfalls zu sehen war.

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