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Haus mit Qualität: Wie ein Zirkuszelt ist die Stahlbaukonstruktion aufgespannt, innen geben gestaffelte Stockwerke dem Fezi einen besonderen Reiz.

Das Gebäude steht seit 1988

Neuer Glanz für die nächsten 30 Jahre: Fezi wird für 4,7 Millionen Euro saniert

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Die Jugendfreizeitstätte Fezi in Unterföhring soll für die Zukunft fit gemacht werden. Die Sanierung lässt sich die Gemeinde einiges kosten.

Unterföhring– Nach der Generalerneuerung des Sportzentrums wird es höchste Zeit, dass auch der kleine Nachbar an der Jahnstraße in Unterföhring modernisiert wird. Für 4,7 Millionen Euro soll die Jugendfreizeitstätte Fezi generalsaniert und um einen Café-Anbau erweitert werden. Das beschloss der Bauausschuss einstimmig.

Ein Neubau für geschätzte 6,26 Millionen wird nicht weiterverfolgt. Schließlich hat das Fezi große Qualitäten. „Wir fühlen uns in dem Gebäude sehr wohl“, stellte Fezi-Leiter Metti Schramm fest. Auch die Architekten vom Büros SSP sprachen sich für die Sanierung aus: „Das Haus hat schon 30 Jahre Geschichte, da ist es doch sinnvoll, mit diesem Gebäude die nächsten 30 Jahre weiterzumachen.“ Zumal die Substanz gut sei. Allerdings werde die Sanierung „sehr massiv“ sein, sagte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) und etwa 36 Monate dauern. Während der Sanierung wird das Fezi in einem Container auf dem Gelände der benachbarten Kinder- und Jugendfarm unterkommen.

Das Gebäude wurde 1988 als Solitärbau neben dem Sportzentrum errichtet, mit dem es ein Ensemble bildet. Kemmelmeyer stellte fest: „Es wird nach wie vor sehr gut angenommen.“ Wie ein Zirkus steht das Stahlbau-Tragwerk nur auf den vier Außensäulen. Innen sind die Räume über vier Ebenen verteilt: Die Split-Level-Architektur ist reizvoll und bietet bei Theatern und Konzerten große Flexibilität.

Mal Übungsraum , mal Disco für Feste: Seit 1988 ist das Fezi beliebter Treffpunkt für junge Unterföhringer.

Die Zeit drängt. Trotz vieler laufender Bauprojekte kann die Gemeinde die Sanierung kaum aufschieben. Vor allem der Brandschutz muss ertüchtigt werden, mahnt das Landratsamt. „Sonst droht im November 2020 die Schließung“, sagte Kemmelmeyer. Dämmlücken zwischen Dach und Fassade sollen geschlossen werden. Ein Aufzug und eine behindertengerechte Toilette werden eingebaut, Klimatisierung und Sonnenschutz optimiert.

In den vergangenen Monaten wurden auch die Nutzer und der Jugendbeirat nach ihren Wünschen befragt. Fezi-Leiter Metti Schramm und sein Kollege Markus Gabler plädieren vor allem für eine Erweiterung des Cafés. „Es läuft seit zehn Jahren und wird gut besucht. 17 bis 18 Jugendliche kümmern sich um den Betrieb.“ Nun soll ein Anbau mit schlichtem Pultdach die räumliche Situation verbessern. Eine Kletterwand, eine neue Küchenzeile, eine Theke in der Disco, eine moderne Medienausstattung und neue Möbel sind einige weitere Wünsche. „Die Anforderungen vom KJR sind sinnvoll und überhaupt nicht übertrieben“, sagte Philipp Schwarz (SPD), er sieht in den Maßnahmen eine „deutliche Optimierung“.

Lesen Sie auch: Das gab‘s im Landkreis noch nie: So ein Haus soll auch bald in Unterföhring stehen

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