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„Das kann nicht jeder von sich sagen“: Julia und David Gersztein sind begeistert von der Lage der Wirtschaft samt Biergarten. Dort servieren sie bayerische Schmankerl wie Wurstsalat.

Beliebtes Ausflugsziel

Gaststätte am Feringasee: Das sind die neuen Wirte

  • vonAndreas Sachse
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Mit dem Abschied der Familie Faltermaier ging voriges Jahr eine Ära am Feringasee zu Ende. Nun hat ein neues Wirtspaar die Gaststätte übernommen. Ein Besuch.

Unterföhring – Ein junges Paar aus dem Münchner Osten hat die Gastronomie am Feringasee übernommen. Julia und David Gersztein (beide 31) schmeißen fortan die Seegaststätte mit Biergarten und die beiden Kioske an einem der beliebtesten Ausflugsziele in der Region. Ganz nebenher wollen die Eltern zweier kleiner Kinder Poolbar und Restaurant in der Erdinger Therme weiterführen.

Nach annähernd vier Jahrzehnten am Feringasee ist die Ära der Familie Faltermaier im vergangenen Sommer mit beachtlichem Wehklagen nicht nur der Stammkundschaft ausgeklungen. Faltermaiers – das sind die Gebrüder Franz und Hans und davor deren Eltern – erfreuten sich auch von Seiten des Pächters, der „Spaten-Franziskaner Bräu“ und deren neuem Eigentümer, dem belgischen Bier-Konzern „Anheuser-Busch“, der weltweit größten Gruppe von Bierbrauern, großer Wertschätzung. So viel stand fest: Die von den Faltermaiers hinterlassenen Fußabdrücke sind groß.

„Wir können uns für ihre Unterstützung nur bedanken.“

Mit 31 Jahren zählen Julia und David Gersztein zu den jüngeren Wirten in einer ziemlich umkämpften Branche. Mit einigem Erfolg zeichnen die beiden bereits für einen Teil der Gastronomie in der Therme zu Erding verantwortlich. Wegen der Corona-Pandemie sind Poolbar und das kleine Restaurant gegenwärtig noch geschlossen. Dennoch würden die beiden den Betrieb in der Therme in der Zukunft gern aufrecht erhalten wollen, teilte Wirtsfrau Julia Gersztein mit.

Via Mundpropaganda war ihrem Gatten im Vorjahr zu Ohren gekommen, dass die Faltermaiers am Feringasee ans Aufhören dachten. „Er hat sofort bei der Brauerei angerufen“, erzählt seine Frau. Die Verträge waren bald unterzeichnet. Was Gerszteins nachhaltig in Erinnerung bleibt, ist das Verhalten ihrer Vorgänger. Faltermaiers hätten ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung gestanden. „Wir können uns für ihre Unterstützung nur bedanken.“

O’zapft is: Im Biergarten schenkt David Gersztein schon aus, das Restaurant öffnet wohl erst im Herbst.

Ursprünglich hatte Julia Gersztein in der Jurisprudenz ihr Glück gesucht. Im Verlauf des für sie alles in allem recht unbefriedigenden Studiums der Rechtswissenschaften bemerkte sie bald, sich andernorts besser aufgehoben zu sehen. „Dort zu arbeiten, wo andere ihre Freizeit verbringen, würde mir gewiss mehr Freude bereiten“, mutmaßte die 31-Jährige.

Gesagt, getan: Inzwischen arbeiten Gerszteins, wo andere gewöhnlich Urlaub machen beziehungsweise ihre Freizeit verbringen. „Das kann nicht jeder von sich sagen“, konstatiert Julia Gersztein. Gute Laune gibt es gratis dazu. Im Umgang mit Sonnenanbetern, Wassersportlern und Ausflüglern aller Couleur sei ein Lächeln jederzeit garantiert.

Am „Surfer-Kiosk“ gibt es frische Pizza

Der gastronomische Betrieb am Feringasee ist im April wieder angerollt. Die noch gültigen Corona-Beschränkungen nutzen Gerszteins, um das Haupthaus, die Seegaststätte, auf Vordermann zu bringen. „Sobald die Bedingungen es uns erlauben, öffnen wir“, verrät die Wirtin: womöglich im Herbst, wahrscheinlich aber erst im Frühjahr 2021.

Zur Gastronomie gehören der bereits geöffnete Biergarten sowie die beiden Kioske. Gerszteins sind bemüht, dem Betrieb ihren Stempel aufzudrücken. Das gelte auch für die ebenfalls restaurierten Kioske mit neuer Deko. Der so genannte „Surfer-Kiosk“ lockt mit selbst gemachter Pizza. Im Kiosk am FKK-Strand gibt es französische Crepes.

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