Schlimme Diagnose für Markus Maria Profitlich: „Will Erkrankung nicht verbergen“

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Erst voller Tatendrang, jetzt enttäuscht: Die Gartler (v.l.) Peter Haiser (45), Lieselotte Mauritz (76), Otto Mauritz (73) und Franz Mauritz (76) hatten gehofft, dass die Gemeinde Unterföhring Einfluss nehmen kann auf die Entscheidung des Landratsamtes.

Gemeinde kann Gartlern nicht helfen

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Voll Hoffnung waren die Gartler zur Sitzung des Bauausschusses in Unterföhring gekommen. Doch die Gemeinde kann ihnen nicht helfen. Eine traurige Geschichte.

Unterföhring– Das Landratsamt hat ein Machtwort gesprochen. Die Gartler im „Moos“ müssen Zäune und Geräteschuppen von ihren Grundstücken entfernen. Daran kann auch die Gemeinde nichts ändern. Unzufrieden verlassen einige der 13 Grundbesitzer die Sitzung des Bauausschusses: „Wenn die Hunde in unsere Gärten laufen, können wir den Gemüseanbau vergessen“, sagt Franziska Czechowsky (60).

Obstbäume, Rosenbüsche und Gemüsebeete wachsen auf den sieben Grundstücken im Außenbereich, südlich der Kreisstraße M3, östlich der Allguth-Tankstelle. Doch die Zäune, die die Parzellen umgeben, um die Bäume vor Verbiss zu schützen, sind unzulässig, ebenso die Geräteschuppen. Jahrzehnte hatte sich niemand daran gestört. Erst seit 2015 sind die Behörden aufmerksam geworden, weil Jäger darauf hinwiesen, dass Rehe und Kleintiere nicht ungehindert wandern können.

Im Januar erhielten die 13 Eigentümer einen Brief vom Landratsamt: Die Einzäunung ist formell illegal und auch materiell rechtswidrig. Sie wurden aufgefordert, Zäune und Hütten bis 20. Februar zu beseitigen, dann wurde die Frist bis 20. März verlängert. Jetzt will das Landratsamt Zäune und Hütten räumen lassen – „kostenpflichtig“ und mit einem Zwangsgeld verbunden. Zwischenzeitlich legten die Gartler der Gemeinde Unterföhring ihre Sichtweise dar. Am Dienstag diskutierte der Bauausschuss. Einige betroffene Gartler verfolgten die Sitzung.

„Es sind nicht gravierende Eingriffe“, stellt Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) fest. „Lange haben die Zäune keinen gestört. Rein menschlich gesehen verstehe ich die Gartenbesitzer. Aber jeder muss sich ans Recht halten.“ Der Bürgermeister betont: „Wir als Kommune können uns nicht über das Landratsamt hinwegsetzen, das die Beseitigung schon erlassen hat.“ Im Außenbereich sind, sagte Kemmelmeyer, nur „privilegierte“ Bauten erlaubt, also solche für Landwirtschaft, Forstwirtschaft oder Gärtnereibetriebe. Auch Johann Zehetmair (PWU) und Betina Mäusel (CSU) können die Verärgerung verstehen: „Aber wenn man die Zäune belässt, schafft man einen Präzedenzfall.“ Es könnte Nachahmer geben, die illegal Zäune in die Landschaft setzten. „Sauerei!“, ruft ein Zuhörer ungehalten in den Sitzungssaal. „Es fällt jedem schwer, etwas wegzuräumen, was über Generationen gewachsen ist“, fährt Zehetmair fort: „Aber wir sind nicht berechtigt, eine Privilegierung auszusprechen.“ Der Ausschuss verweist einstimmig ans Landratsamt. Einen Tipp hat Manfred Axenbeck (CSU) für die Gartler: Vielleicht sollten sie Koppeln statt Zäune aufstellen: „Denn die unzähligen Koppeln rundherum stören offenbar nicht.“ icb

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