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Messer-Attacke: Banaler Streit kostet 16-Jährige das Leben

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Von: Andrea Pientka

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Großeinsatz, Kapitaldelikt, Unterföhring
Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften nach einer schweren Messer-Attacke in Unterföhring. © Thomas Gaulke

München - In der Nacht zum Samstag ist in Unterföhring ein Beziehungsstreit eskaliert. Ein 23-Jähriger stach mit einem Messer auf seine minderjährige Freundin ein. Das Mädchen erlag ihren schweren Verletzungen. Die Polizei verriet nun erste Details.

Update vom 9. März: Freunde und Bekannte des Opfers hofften bis zuletzt, dass die 16-Jährige die Not-OP überlebt - doch dann kam die traurige Gewissheit. Die Verwundungen waren zu schwer, das Mädchen starb in der Klinik.

Update vom 8. März: Die schreckliche Tat ereignete sich in einem Mehrfamilienhaus mit vier Stockwerken in der Fichtenstraße in Unterföhring. Das Opfer: Eine Jugendliche, die nach Informationen des Münchner Merkur erst vor zwei Wochen ihren 16. Geburtstag feierte und erst vor Kurzem eine Lehre zur Hotelfachfrau begonnen hatte. Die Eltern leben getrennt, das Mädchen wohnte bei ihrem Vater. Seit einiger Zeit schon hatte die 16-Jährige einen Freund. Der war in der Nacht zum Samstag zusammen mit ihr in der Wohnung des Vaters, zu der er auch einen Schlüssel hatte.

Wegen einer Lapalie bekam sich das junge Paar in die Haare: Sie waren sich nach Informationen der dpa uneins darüber, ob das Licht im Schlafzimmer der 16-Jährigen gelöscht werden sollte. Nach Angaben der Polizei eskalierte der Streit zwischen den beiden gegen 1.30 Uhr. Das Mädchen flüchtete aus der Wohnung und bat einen Nachbarn (20), der gerade nach Hause kam, um Hilfe. Der 20-Jährige begleitete das Paar daraufhin zurück in die Wohnung. Er rechnete nach Angaben der Polizei mit einer Versöhnung. Als er für einen Moment auf sein Handy blickte, griff der 23 Jahre alte Freund völlig überraschend zu einem Küchenmesser und stach mehrfach auf die Jugendliche ein. Sie wurde bei der Attacke lebensgefährlich am Hals verletzt. Ein Nachbar leistete sofort Erste Hilfe und alarmierte den Rettungsdienst.

Bürgermeister bestätigt: 16-Jährige stirbt im Krankenhaus

Es folgte ein Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften. Das Mädchen kam in ein Münchner Krankenhaus. Am Sonntag dann die traurige Gewissheit: Der Bürgermeister von Unterföhring bestätigte dem Münchner Merkur, dass die 16-Jährige am frühen Sonntagmorgen ihren schweren Verletzungen trotz Not-OP erlegen ist.

Der 23-Jährige war am Samstag von den Beamten noch vor Ort festgenommen worden. Er sei wegen Körperverletzung polizeibekannt und auch schon einmal in ambulanter psychiatrischer Behandlung gewesen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Bei seiner Vernehmung habe der 23-Jährige so heftigen Widerstand geleistet, dass er von sechs Polizisten fixiert werden musste. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Bilder: Messer-Attacke in Unterföhring nach Beziehungsstreit

pie mit Material von dpa

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