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Völlig zugehängt mit Rast- und Futtermöglichkeiten ist das Zimmer, in dem 26 Wellen- und Nymphensittiche hausen. Der Mieter selbst lebt in einem anderen Raum.

Der Eigentümer verschwindet vor der Zwangsräumung

Mann hält 26 Sittiche in Ekel-Wohnung

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Unterföhring - Ein kranker Mann hält 26 Sittiche in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Vor der Zwangsräumung verschwindet er. Neben Vögeln finden die Tierinspektoren noch andere Tiere.

Kot und Futter sind auf dem Boden verstreut. Eine ganze Vogelschar flattert durchs Zimmer. Bei der Zwangsräumung einer völlig verdreckten Zwei-Zimmer-Wohnung bei Unterföhring haben Tierschützer 26 Wellen- und Nymphensittiche entdeckt. 

Ein kranker Mann hauste mit den Tieren in der Wohnung, vor der Zwangsräumung verschwand er. Doch der Tierschutzverein war vorgewarnt: „Der Gerichtsvollzieher hatte uns informiert. Es war bekannt, dass dort Tiere leben“, sagt Sprecherin Judith Brettmeister. 

Die Sittiche werden ins Tierheim gebracht

Die Tierinspektoren brachten die Sittiche ins Tierheim. „Ein Zimmer der Wohnung war nur für die Vögel eingerichtet“, berichtet Georg Thomas. Hier flogen die Vögel frei herum. Äste und Strickleitern hingen von der Decke. „Wir haben die Tiere mit Keschern eingefangen. Das war nicht einfach, die Vögel waren durchaus sehr fit.“  Auch zwölf Fische hatte der Mieter gehalten, darunter Skalare und Prachtbarsche. Sie kamen in die Reptilienauffangstation an der Münchner Kaulbachstraße. 

Als die Mitarbeiter der Entrümpelungsfirma Hausrat und Möbel aus der Wohnung getragen hatten, fanden die Tierinspektoren zwei Küken sowie mehrere Vogeleier. „Die Küken werden nun aufgepeppelt“, sagt Judith Brettmeister. Sie bleiben, wie die 26 Sittiche, zwei Wochen in Quarantäne, „dann können sie an Tierliebhaber abgegeben werden“. Die Vogelstation, sagt Brettmeister, sei mit derzeit 125 Bewohnern, stark belegt.

icb

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