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Der rote Ziegelbau ist der erste Teil der neuen Unterföhringer Ortsmitte. Das Wasserspiel des Brunnens von Kai Winkler wird am 13. September bei der offiziellen Eröffnung sprudeln.
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Segensgebete im Foyer.
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Platz für kreatives Gestalten: Das große Malatelier. Am 1. Juli starten hier die Kurse.
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Ein Ort der Freude und Entspannung möge das neue Kulturhaus werden: Pfarrer Markus Brunner und Diakon Robert Stolz segnen die Räume.
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Die moderne Lehrküche...
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VHS-Leiter Lothar Setz, Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer, VHS-Geschäftsstellenleiterin für Unterföhring Maria Geier, Musikschulleiter Johannes Mecke und die stellvertretende Musikschulleiterin Miriam Merz-Hildenbrand. 
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Der große Veranstaltungssaal mit etwa 200 Plätzen.
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Musikschulleiter Johannes Mecke im Studio: „Hier entstehen neue Möglichkeiten für Ton- und Videoaufnahmen.“

Neubau für VHS und Musikschule

Unterföhrings Kulturhaus geht in Betrieb

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Ab heute wird eingezogen. Unterföhrings Kulturhaus am Bahnhof geht in Betrieb. Der rote Ziegelbau eröffnet Volkshochschule und Musikschule viele neue Möglichkeiten.

Unterföhring –   Zugleich weist das moderne Gebäude in die Zukunft: Es definiert vielversprechend den ersten Teil der neuen Ortsmitte.

Während im Hintergrund noch die Handwerker beschäftigt sind, sprechen die Geistlichen die Segensworte. Pfarrer Markus Brunner und Diakon Robert Stolz sprengen im hohen Bogen das Weihwasser durchs Foyer – und auf die Besucher, die an diesem heißen Nachmittag dankbar für die kleine Abkühlung sind.

Alles andere als beliebig

Unter Hochdruck ist das Haus in nur zwei Jahren geplant und errichtet worden. Unterföhring hat mit diesem Gebäude einen Bau bekommen, der an zentraler Stelle prägend sein wird. Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) dankt Bauleitung und Projektsteuerung: „Wir haben hier eine Punktlandung hingelegt.“

Der Bau ist alles andere als beliebig. Die Ziegelfassade erinnert an die Zeit, als in Unterföhring Lehmabbau und Ziegelproduktion ein wichtiger Wirtschaftszweig waren. Ein Brunnen, Innenhöfe und breite Stufen laden zum Verweilen ein. Auch im Innern werden sich die Kursteilnehmer gern aufhalten: Wer durch Räume und Gänge schreitet, erlebt mit Lichteinfall und Raumführung eine spannende Dramaturgie. Durch den Eingang tritt man unter einer Brüstung hervor und ins hohe Foyer hinein. Architekt Martin Hirner hat – auch dank der vielen Oberlichter – eine faszinierende Lichtregie geschaffen.

In einer Woche beginnt der Unterricht 

„Etwas Vergleichbares kenne ich hier im Umkreis nicht“, sagt VHS-Leiter Lothar Stetz begeistert. Er habe großen Respekt vor der komplexen Planungsleistung, aber auch vor dem Engagement des Gemeinderats, der unzählige Beschlüsse gefasst habe. Dankbar ist er, dass VHS und Musikschule als spätere Nutzer beteiligt wurden: „Wir wurden von A bis Z einbezogen.“

Am 1. Juli beginnt der Unterricht. Auch wenn die Baufirmen noch viel zu tun haben, wirken die Räume jetzt schon einladend: der zweistöckige Veranstaltungssaal im Erdgeschoss, die Lehrküche, das große Malatelier oder der Gymnastiksaal. 

Helle Holzdecken aus Weißtanne, Ziegelwände in warmen Rottönen und ein geschliffener Terrazzoboden erzeugen ein wunderbares Raumklima. Ein Blickfang sind die skandinavischen Designermöbel.

Musikschulleiter und Gemeinderatsmitglied Johannes Mecke (Grüne) ist aus dem Italienurlaub heimgeflogen, um bei der Segnung dabeizusein: „Ich erlebe den heutigen Tag mit Freude und Stolz.“ Für die Musikschule mit ihren 500 Schülern bedeute der Umzug, dass sie weiterwachsen kann. So wird künftig auch Unterricht für Instrumente angeboten, die bisher nicht berücksichtigt werden konnten. Mit dem Chorprojekt „Never sing alone“ starten Musikschule und VHS ihre erste Kooperation.

Namenssuche läuft

Offen ist noch, wie das neue Kulturhaus heißen soll. „Kultur am Bahnhof, kurz KUBA, wäre mein Vorschlag“, sagt Mecke. Aber auch „Ufo“ – der Arbeitstitel für die Unterföhringer Orstmitte – ist als Name noch im Rennen.

Fast 20 Jahre war ein Neubau für die VHS immer wieder ein Thema im Gemeinderat. Ihre Kurse hat die VHS bisher auf viele verschiedene Standorte in Unterföhring verteilt. Im Vorfeld beteiligten Bürgermeister Kemmelmeyer und der Gemeinderat die Öffentlichkeit. Anfang 2015 sprang noch in letzter Minute die Musikschule mit auf und wurde integriert.

Stolzer Preis - hohe Qualität

Kemmelmeyer dankte Bauverwaltung und Gemeinderat: „Dieses Projekt wurde sehr einmütig umgesetzt.“ Der Neubau für Kultur und Bildung sei eine Investition in die Zukunft: „Wir können es uns leisten, aber wir leisten es uns auch. Wir haben gut daran getan, dass wir uns dieses schöne Haus mit seiner hervorragenden Ausstattung leisten.“

Die Kosten haben sich von 26 Millionen auf 31 Millionen erhöht: Für 4700 Quadratmeter eine stolze Summe. Aber die Qualität des Hauses wird auf die neue Ortsmitte ausstrahlen.

Eröffnung

Am Freitag, 13. September, wird das Gebäude offiziell mit einem Tag der offenen Tür eröffnet. Am 20. und 21. September begehen VHS und Musikschule ein großes Festwochenende.

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