Eine Mutter umarmt ihre Tochter
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Einen Treffpunkt für Eltern mit Kindern will der Familienhaus-Verein in Unterföhring schaffen. (Symbolbild)

Neue Chance fürs Familienzentrum? Räume an der Föhringer Alle werden frei

  • Charlotte Borst
    VonCharlotte Borst
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Der Familienhaus-Verein in Unterföhring wittert eine Chance: An der Föhringer Allee werden Räume frei, in die er einziehen will. Der Gemeinderat muss aber zustimmen.

Unterföhring – Der Verein Familienhaus e.V. hat ein Domizil ins Auge gefasst. Er will in den frei werdenden Räumen der integrativen Kinderkrippe an der Föhringer Allee 13 ein Familienzentrum für die Unterföhringer einrichten. Vorsitzende Tanja Gernet hat vergangene Woche beantragt, der Gemeinderat möge dem Trägerverein Familienhaus Unterföhring e.V. diese Räume zur Nutzung als Familienzentrum bis auf Weiteres zur Verfügung stellen.

Der Gemeinderat wird nun in einer der nächsten Sitzungen über den Antrag entscheiden. 341 Unterföhringer haben eine Online-Petition für ein Familienzentrum unterschrieben. Der Verein darf weiter hoffen, dass der Wunsch vieler Eltern wahr wird.

Räume sind „schon kindertauglich“

Die zweigruppige Krippe unter Leitung von Jeanette Stephan zieht demnächst Monaten in das Kinderhaus an der Straßäckerallee 15, wo auf Beschluss des Gemeinderats mehrere Einrichtungen zusammengezogen werden. Das Modulhaus mit der verwitterten Holzfassade an der Föhringer Allee bietet sich für eine Folgenutzung an. Tanja Gernet weist darauf hin, dass die Räume „schon kindertauglich“ seien, sie müssten nicht umgebaut werden.

Das Familienzentrum soll ein Ort der Begegnung und eine Anlaufstelle für Beratung werden. Bisher hieß es von Seiten der Rathausverwaltung, es gebe aktuell keine Räume und auch keinen Bedarf. Darüber wird nun der Gemeinderat befinden.

Standort wäre allerdings befristet

Gerade durch die Pandemie sei eine Unterstützung der Familien wichtiger denn je, begründet Tanja Gernet ihren Antrag. Das Familienzentrum soll Raum für einen offenen Treff bieten, ebenso für die Fortsetzung der Hebammensprechstunde, für Stillberatungen, Rückbildungsgymnastik, Geburtsvorbereitung sowie weitere Angebote. „Familien und Kinder sind seit über einem Jahr von gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und könnten so wieder stärker Vernetzung und Gemeinschaft erfahren.“

Die Gemeinde plant auf lange Sicht rund um den Standort die neue Ortsmitte mit Rathaus, Wohn- und Geschäftshäusern. An der Föhringer Allee 13 soll die Baustelleneinfahrt entstehen. Spätestens dann wird der Interims-Bau abgerissen.

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